Lufthansa und Deutsche Post Steht doch eine Fusion bevor?
Frankfurt - Bei einer Fusion würde ein Transportkonzern mit einem Umsatz von rund 17 Milliarden Mark entstehen. Beide Konzerne wollten allerdings zu dem Bericht der "Financial Times Deutschland" nichts sagen. Lufthansa-Chef Jürgen Weber verwies lediglich auf bereits bestehende Kooperationen seiner Firma mit der Post.
Im Gegensatz zu bisherigen Gerüchten um eine solche Logistikfusion wartete die Zeitung mit neuen Details auf. Das Geheimprojekt mit dem Namen "Pelikan" sei vor vier Monaten gestartet und von den beiden Firmenchefs Weber und Klaus Zumwinkel persönlich eingefädelt worden. Angedacht worden sei auch die Bildung einer Management-Holding, an der die Lufthansa 40 Prozent und die Post 60 Prozent halten solle, berichtete das Wirtschaftsblatt weiter. Die Holding selbst würde zur Hälfte an DHL, zu 40 Prozent an Lufthansa-Cargo und zu zehn Prozent an AEI beteiligt werden, womit die Lufthansa die Mehrheit an ihrer Frachttochter behalten würde.
Um ein Zusammenrücken der Post und der Lufthansa-Cargo hatte es immer wieder Spekulationen gegeben. So hatte Cargo-Chef Stefan Lauer erst Ende Dezember gesagt, beide Firmen strebten eine weitreichende Zusammenarbeit an. Lufthansa und Post halten bereits am Brüsseler Logistikkonzern DHL je 25 Prozent. Zudem ist die Post größter Kunde von Lufthansa Cargo. Beim Bundeskartellamt ging von den beiden Firmen nach Angabe der Behörde bisher keine Anfrage zu einem Zusammenschluss ein.
Das Zusammengehen der Post- und Lufthansa-Frachtbereiche würde laut "Financial Times Deutschland" das größte Luftfrachtunternehmen in der Welt vor Federal Express und United Parcel Services hervorbringen.