Lufthansa Verdi will neun Prozent mehr Lohn
Frankfurt am Main - Die Dienstleistungsgewerkschaft verlange für die 52.000 Beschäftigten des Boden- und Kabinenpersonals neun Prozent mehr Lohn und Gehalt, bestätigte eine Sprecherin am späten Dienstag. Für andere Branchen hat Verdi bislang Zuwächse um 6,5 gefordert.
Bei der Lufthansa sollten die Beschäftigten zudem am Ergebnis beteiligt werden, so die Gewerkschaftssprecherin. Zudem fordere man eine gänzlich neue Entgeltstruktur für die Mitarbeiter der Technik.
Die Lufthansa wies die Forderungen als völlig überzogen und unrealistisch zurück. Die Erfüllung der Forderungen werde das Wachstum unweigerlich verlangsamen, warnte Personalvorstand Stefan Lauer. Damit würden Arbeitsplätze und die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens gefährdet. Die Lufthansa stehe zu ihrem Wort, die Mitarbeiter fair und angemessen an Unternehmensgewinnen zu beteiligen.
Einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" zufolge würde die Umsetzung der Verdi-Forderungen die Personalkosten der Lufthansa um 200 Millionen Euro um Jahr steigern. Die Tarifverhandlungen sollen am Montag, dem 28. Oktober, beginnen.