Lufthansa verprellt - DER SPIEGEL
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TOURISTIK Lufthansa verprellt

• aus DER SPIEGEL 46/1999
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Der Einstieg bei der Bahn-Touristik-Tochter Deutsches Reisebüro (DER) könnte Rewe-Chef Hans Reischl noch ungeahnte Probleme bereiten. Als neuem Eigentümer drohen dem demnächst drittgrößten Urlaubskonzern (ITS, Airconti, Atlas-Reisebüros, DER) zweistellige Millioneneinbußen beim Verkauf von Lufthansa-Tickets in seinen Reisebüros. Mit den geplanten Provisionskürzungen könnte die Lufthansa, deren Touristiktochter C & N beim Poker um DER unterlag, den Konkurrenten empfindlich schwächen. Lufthansa hatte noch bis vergangene Woche gehofft, den Zuschlag für den Bahnableger zu bekommen. Bereits im Oktober trafen sich Lufthansa-Chef Jürgen Weber und der neue Bahnchef Hartmut Mehdorn, um Möglichkeiten einer Zusammenarbeit auszuloten. Weber wollte für DER zwar deutlich weniger bieten als Rewe. Dafür sollte die Bahn aber Zugang zu den Call-Centern, den Ticketautomaten und zum Miles & More-System der Lufthansa erhalten. Gemeinsame Arbeitsgruppen tüftelten noch bis zuletzt an den Details der Kooperation, die Anfang De- zember verkündet werden sollte. Stattdessen musste Weber aus der Zeitung vom Deal mit Rewe erfahren. Die Lufthansa überlegt nun, DER freiwillige Zusatzprovisionen zu kürzen - für Reischl ein schwerer Schlag: Seine Reisebüros setzen mit dem Verkauf von Lufthansa-Tickets fast 800 Millionen Mark um.

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