Lufthansa Versprechen gehalten, Ausblick verwehrt
München Die Lufthansa rechnet für 2003 mit einem Gewinnrückgang. Wie Konzernchef Jürgen Weber am Donnerstag bei der Bilanzpressekonferenz sagt, wird das operative Ergebnis von 2002 in Höhe von 718 Millionen Euro nicht wieder erreicht werden.
Gleichzeitig warnte Weber vor den Folgen des Irak-Krieges für die Luftfahrtbranche. "Ein Ende der Krise ist nicht abzusehen", sagte der Lufthansa-Chef. Der Konflikt werde die Branche weiter belasten und die Schwierigkeiten noch verlängern.
Einen Ausblick gab Weber nicht. "Angesichts der unsicheren weltpolitischen Lage, der Bedrohung durch den Terrorismus und der konjunkturellen Situation ist derzeit eine belastbare Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr nicht möglich", sagte der im Sommer scheidende Konzernlenker.
Im vergangenen Jahr sei es dem Konzern gelungen, die Verschuldung um über 70 Prozent von 3,8 auf 1,1 Milliarden Euro zu senken, so Weber weiter. Der Cashflow sei um ein Drittel auf 2,3 Milliarden Euro gestiegen. "Damit haben wir unser Versprechen gehalten: Verschuldung senken, Liquidität erhöhen."
Insgesamt verzeichnete der Konzern 2002 bei leichtem Umsatzplus zwar einen kräftigen Gewinnanstieg. Zugleich hat die Lufthansa aber im vierten Quartal offenbar einen höheren Verlust verbucht als erwartet und erreichte damit die Prognosen der Analysten nicht. Der Aktienkurs der Lufthansa zeigte sich dennoch behauptet: Die Ankündigung der Airline, eine Dividende in Höhe von 0,60 Euro je Aktie zu zahlen, lockte Käufer an. Für das Jahr 2001 hatte die Fluglinie keine Dividende gezahlt.