Luftverkehr: Stau im Himmel - DER SPIEGEL
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Luftverkehr Stau im Himmel

Der Flugverkehr im deutschen Luftraum boomt - im vergangenen Jahr gab es hier so viele Flüge wie noch nie. Und die Zahl der Starts und Landungen nimmt weiter zu.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Frankfurt am Main - Im ersten Quartal 2006 wurden über Deutschland 661.270 Flüge gezählt, teilte die Deutsche Flugsicherung (DFS) heute in Langen bei Frankfurt mit. Das seien 4,5 Prozent mehr als vor einem Jahr. Ein Drittel der kontrollierten Flüge waren Überflüge.

Während die Flughäfen in München und Berlin dabei deutliche Zuwächse erzielten, musste der Flughafen Frankfurt einen Rückgang hinnehmen: Die Zahl der Starts und Landungen schrumpfte dort nach den Zahlen der DFS um 2,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Das schlug sich auch in der Zahl der beförderten Fluggäste nieder. Diese ging in Frankfurt in den ersten drei Monaten um gut ein Prozent auf 11,2 Millionen zurück, wie der Flughafenbetreiber Fraport mitteilte. Er führte das auf das lang anhaltende Winterwetter und die dadurch entstandenen Flugausfälle sowie auf die späteren Osterfeiertage zurück.

Im deutschen Luftraum hatte es im vergangenen Jahr so viele Flüge wie noch nie gegeben. Mit einem Plus von 5,4 Prozent auf knapp 2,9 Millionen Starts, Landungen und Überflüge war Deutschland das verkehrsreichste Land in Europa. Fast ein Drittel aller Flugbewegungen in Europa wurde von den Lotsen der DFS kontrolliert.

Nahezu alle deutschen Flughäfen profitieren seit längerem vom Boom der Billigflieger sowie von den ausgeweiteten Billigticket-Angeboten vieler Fluggesellschaften. Mittelfristig soll der Luftverkehr in Deutschland noch weiter zulegen - die DFS geht von einem jährlichen Zuwachs von 3,2 Prozent aus. Nach früheren Angaben von DFS-Chef Dieter Kaden wird sich das extreme Wachstum der Billigflieger in den nächsten Jahren normalisieren.

kaz/Reuters