Lukrativer Energiekonzern E.on steigert Gewinn deutlich
Düsseldorf - Es war ein gutes Jahr für E.on: Der größte deutsche Energiekonzern hat seinen Gewinn auf rund 5,1 Milliarden Euro gesteigert. Der Umsatz mit Strom und Gas wuchs um sieben Prozent auf 68,7 Milliarden Euro, teilte E.on heute mit. Die Anteilseigner sollen eine um 22 Prozent höhere Dividende von 4,10 Euro pro Aktie bekommen. Das Unternehmen profitierte vor allem von Zuwächsen im Strom- und Gasgeschäft auf dem europäischen Kontinent, während es in Großbritannien Einbußen hinnehmen musste.
E.on-Chef Wulf Bernotat kündigte an, er wolle die Energieversorgung künftig umweltfreundlicher, sicherer und zuverlässiger machen. Daher werde der Energiekonzern seine bis 2010 geplanten Investitionen um neun Milliarden Euro auf insgesamt 50 Milliarden Euro erhöhen. 38 Milliarden davon seien für Investitionen in die Stromerzeugung und -versorgung bestimmt, sechs Milliarden Euro - und damit doppelt so viel wie ursprünglich geplant - will der Konzern in die erneuerbaren Energien investieren.
Wortkarg gab sich Bernotat allerdings bei Fragen zum geplanten Verkauf der Stromnetze. Gleich zu Beginn der Bilanzpressekonferenz in Düsseldorf dämpfte er Erwartungen, der Konzern werde Einzelheiten zum Verkauf preisgeben. Er könne sich weder zu einer möglichen privaten Netzgesellschaft noch zu potentiellen Kaufinteressenten äußern.
"Dazu ist es noch viel zu früh." Bernotat hatte in der vergangenen Woche überraschend angekündigt, dass E.on sich von seinem Hochspannungsnetz in Deutschland und Kraftwerken mit einer Leistung von 4800 Megawatt trennen werde. Im Gegenzug soll die EU-Kommission laufende Kartellverfahren einstellen, was die Gefahr hoher Strafen abwenden würde.
sam/AFP/Reuters