Lustloser Handel Dax reduziert Vortagesverluste
Frankfurt am Main - Gefragt waren Terminkontrakte - und die am gestrigen Dienstag stark gebeutelten Finanztitel: In einem an Nachrichten armen Umfeld bleiben die gehandelten Stückzahlen allerdings gering. Bis 13.30 Uhr machte der Dax 0,4 Prozent oder 26 Punkte auf 6310 gut. Der Index orientiere sich seit dem Handelsstart unter sehr geringen Ausschlägen eng an der 6300-Punkte-Marke, heißt es aus dem Handel.
Deutschen Börse in Frankfurt: Technische Reaktion führt zu Kursgewinnen
Foto: Deutsche Börse/DDPAus charttechnischer Sicht lägen bei 6320 und 6410 Widerstände, heißt es am Markt. Nach unten hin liege die Grenze zurzeit bei 6160 Punkten.
Mit Licht und Schatten zeigen sich die Banktitel. Kurssteigernd wirkte sich die Nachfrage der Anleger aus, die Tags zuvor mit Leerverkäufen auf fallende Kurse der Bankaktien gesetzt hatten und jetzt ihre Verpflichtungen absicherten. Auf der anderen Seite belastete eine Studie von Goldman Sachs , in der die Analysten die Gewinnschätzungen für eine Reihe von US-Geschäfts- und Investmentbanken senkten. Deutsche-Bank-Aktien rutschten daraufhin um 0,5 Prozent auf 56,96 Euro ab.
Auf der Gewinnerseite stehen dagegen die Papiere der Postbank mit plus 1,2 Prozent auf 40,48 Euro. Die Aktien der Commerzbank klettern um 0,4 Prozent auf 20,23 Euro. Laut einem Bericht im "manager magazin" will das Institut seinen Zehn-Prozent-Anteil an Linde abgeben, um den Kauf des Konkurrenten Dresdner Bank zu finanzieren. Die Commerzbank habe derzeit aber keine Verkaufsabsichten, erfuhr Dow Jones Newswires aus Bankenkreisen - weder für das komplette Paket, noch für Teile davon. Linde-Aktien selbst halten sich vor diesem Hintergrund mit einem Plus von 0,3 Prozent bei 85,15 Euro.
Daneben ziehen ThyssenKrupp-Titel deutlich an. Sie profitieren nach Auskunft von Händlern vom Aufschwung der Rohstoffwerte und gewinnen 2,7 Prozent auf 33,80 Euro. Deutsche-Börse-Papiere erholen sich um 2,2 Prozent auf 61,90 Euro. Infineon zeigen sich nach den Vortagesabschlägen ebenfalls gut erholt und steigen um 3,0 Prozent auf 572 Euro.
Auf der anderen Seite beschleunigen TUI nach dem Fall unter die wichtige Unterstützung bei 14 Euro ihren Abwärtstrend und verlieren 1,6 Prozent auf 13,58 Euro. Bei Volkswagen wird die Übernahmeprämie ausgepreist, die Aktie verliert 1,1 Prozent auf 200,47 Euro.
In der zweiten Reihe legt der MDax um 1,0 Prozent zu und der TecDax um 1,1 Prozent. Im TecDax gewinnen Wirecard nach laut Händlern guten Quartalszahlen 8,8 Prozent auf 7,43 Euro. Im MDax steigen K+S um 6,4 Prozent auf 78,26 Euro, sie könnten laut Händlern von einem Streik beim Konkurrenten Potash Corp. of Saskatchewan profitieren. Dagegen fallen Arcandor um 4,8 Prozent auf 6,16 Euro, die Aktie wird im Europa-Index Stoxx-600 durch Norddeutsche Affinerie ersetzt. Diese gewinnen 2,3 Prozent auf 31,34 Euro.
mik/Dow Jones