Luxuskarossen: Der Maybach avanciert zum Ladenhüter - DER SPIEGEL
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Luxuskarossen Der Maybach avanciert zum Ladenhüter

Die Mercedes-Luxussparte Maybach macht den Verantwortlichen derzeit wenig Freude. Spartenchef Eckhard Cordes muss sich auf einen Tiefpunkt der Verkaufszahlen im laufenden Jahr einstellen.
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Frankfurt am Main - Cordes geht für 2005 in internen Planungen von einem rückläufigen Absatz bei den Luxuslimousinen aus, berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf Branchenkreise. Damit würde sich der Verkauf der rund 400.000 Euro teueren Prachtkarossen einmal mehr negativ entwickeln. Bereits 2004 hat Mercedes nur 500 Maybach an den Mann gebracht, nachdem im Vorjahr noch 600 Fahrzeuge verkauft wurden. Das Unternehmen wollte sich zu konkreten Planzahlen nicht äußern.

Der Maybach entwickelt sich damit zusehends zum Problem für Mercedes-Chef Cordes. Die Manufaktur in Sindelfingen bei Stuttgart war ursprünglich für eine Jahresproduktion von 1500 Exemplaren ausgelegt. Beobachter gehen davon aus, dass der Maybach erst ab 1000 verkauften Einheiten pro Jahr Gewinne abwirft.

Mit einer Einstellung des Modells ist allerdings nicht zu rechnen. So hat sich Cordes jüngst in der Presse als "bekennender Maybach-Fan" geoutet. Zudem muss sich der Mercedes-Chef zunächst um andere, wichtigere Baustellen in seinem Bereich kümmern: Die malade Kleinwagenschmiede Smart muss zunächst saniert, die Qualitätsprobleme bei Mercedes gelöst werden.