Lycos: Tierische Verluste - DER SPIEGEL
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Lycos Tierische Verluste

Lycos Europe musste für das vergangene Geschäftsjahr eine Verzehnfachung seines Verlustes bekannt geben. Ein Grund dafür war die teure Werbung mit dem Lycos-Hund. Am Neuen Markt ging das Lycos-Papier in den Keller.
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Haarlem - Im vierten Quartal stieg der Nettoverlust um mehr als das Zehnfache auf 52 Millionen Euro. Der Umsatz konnte um 408 Prozent auf 15,7 Millionen Euro gesteigert werden. Für das Gesamtjahr gab Lycos einen Umsatzanstieg um 271 Prozent auf 40,2 Millionen Euro bekannt, der von einem mehr als verzehnfachten Verlust von 99,7 Millionen nach zuvor 8,7 Millionen Euro begleitet wurde.

Die Aktie von Lycos Europe befindet sich seit der Erstnotiz im März dieses Jahres auf Talfahrt. Gegenwärtig notiert die Aktie mehr als 50 Prozent unter dem Emissionspreis. Am Dienstag wurden die bekannt gegebenen Umsatzzahlen mit einem weiteren Kursabschlag von annähernd 20 Prozent quittiert.

Zu dem kräftig gewachsenen Verlust trugen Marketing- und Vertriebskosten bei, die laut Unternehmensangaben im vierten Quartal bei 56 Millionen Euro und im gesamten Geschäftsjahr bei 112,8 Millionen Euro lagen.

Die Gesamtkosten bezifferte Lycos mit 73,2 Millionen Euro im vierten Quartal und 145,5 Millionen Euro im gesamten Geschäftsjahr. Die Anzahl der täglichen Seitenaufrufe (Pageviews) sei von 4,4 Millionen im Juni 1999 auf 12,8 Millionen im Juni 2000 gestiegen.

Bei den Anzeigenkunden meldete Lycos im Vorjahresvergleich für das vierte Quartal einen Anstieg um 261 Prozent auf 1066 Werbende. Die Bruttogewinnspanne verbesserte sich den Angaben zufolge im Jahresvergleich auf 50 Prozent nach zuvor 36 Prozent.