Maastricht-Kriterien: Berlin meldet geringeres Defizit - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Maastricht-Kriterien Berlin meldet geringeres Defizit

Im vergangenen Jahr musste Bundesfinanzminister Hans Eichel ein gesamtstaatliches Haushaltsdefizit von 3,7 Prozent einräumen und verletzte damit deutlich die Maastricht-Kriterien. In diesem Jahr ist die Bundesregierung optimistischer. Der EU-Kommission meldet sie ein Defizit von 2,8 Prozent.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Berlin - Das Schreiben werde an diesem Montag in Brüssel erwartet, hieß es in Regierungskreisen in Berlin. Um diese Defizitprognose tatsächlich einhalten zu können, dürfe das Wirtschaftswachstum nicht unter 1,0 Prozent liegen.

Zudem seien bei dieser Berechnung die Gesamteinnahmen aus dem Gesetz zum Abbau von Steuersubventionen in Höhe von 3,5 Milliarden Euro und aus der Steueramnestie von 5 Milliarden bereits berücksichtigt. Auch müsse die Höhe der Neuverschuldung von 18,9 Milliarden Euro im Bund unbedingt gehalten werden, hieß es weiter. Das Defizit der Sozialversicherungen sei mit 0,1 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) veranschlagt.

Die Bundesregierung muss ihre Prognose jeweils zum 1. März und zum 1. September an Brüssel melden. Daher habe Berlin die Daten bereits am Freitag vorab telefonisch an die EU-Kommission durchgegeben, hieß es.