Machtkampf mit Porsche VW-Chef droht mit Rücktritt
Hamburg - Winterkorn sagte, dass er "noch am nächsten Tag gehen" würde, wenn Porsche ins operative Geschäft bei VW eingreifen sollte. Dann müsse Porsches Vorstandschef Wendelin Wiedeking den Job an der Volkswagen -Spitze selbst erledigen.
Manager der VW-Tochter Audi fürchten, ihre Marke könne das erste Porsche-Opfer werden. Der neue Großaktionär könnte, so ein Audi-Manager zum SPIEGEL, die Modellpalette der Ingolstädter begrenzen, um Porsche unliebsame Konkurrenz zu ersparen. So hatte Porsche kritisiert, dass Audi für den Sportwagen R8 und den Geländewagen Q7 zu niedrige Preise verlange. "Sollen wir unsere Modelle teurer anbieten, damit sie Porsche nicht gefährlich werden?", fragt ein Audi-Manager.
Mitunter wehren sich Audi-Manager trickreich gegen den Großaktionär. So weigern sie sich nach Informationen des SPIEGEL mit Verweis auf das Aktiengesetz, die Renditekennziffern einzelner Modelle herauszugeben. Nach dem Gesetz müssen alle Aktionäre gleich behandelt werden, und man könne einem Anteilseigner, auch wenn es der größte sei, nicht mehr Informationen geben.