Mächtigste Manager: Sechs Deutsche in Europas Top 25 - DER SPIEGEL
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Mächtigste Manager Sechs Deutsche in Europas Top 25

Das Wirtschaftsmagazin "Fortune" hat die 25 mächtigsten Manager Europas ermittelt. Neben Allianz-Chef Michael Diekmann gehören noch fünf weitere deutsche Topmanager dem illustren Kreis an.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Frankfurt/London - Der Allianzchef ist von "Fortune" zum viertmächtigsten Manager Europas gekürt worden. Er habe den Versicherungsriesen   wieder auf Kurs gebracht, hieß es zur Begründung.

Michael Diekmann, verheiratet, drei Kinder, Studium der Kunstgeschichte, Philosophie und Jura. Diekmann hat sich vor allem durch den Aufbau des Asien-Geschäfts und mit Restrukturierungsarbeiten in den USA einen Namen gemacht. Wie sein Vorgänger Henning Schulte-Noelle gilt der 48-jährige Familienvater als sachlich und diszipliniert. Seine Karriere beim Versicherungskonzern trägt klar den Stempel "Globalisierung."

Michael Diekmann, verheiratet, drei Kinder, Studium der Kunstgeschichte, Philosophie und Jura. Diekmann hat sich vor allem durch den Aufbau des Asien-Geschäfts und mit Restrukturierungsarbeiten in den USA einen Namen gemacht.

Wie sein Vorgänger Henning Schulte-Noelle gilt der 48-jährige Familienvater als sachlich und diszipliniert. Seine Karriere beim Versicherungskonzern trägt klar den Stempel "Globalisierung."

Foto: DPA
Lord John Browne wurde drei Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs in Hamburg geboren. Nach seinem Physikstudium suchte er Anfang der siebziger Jahre für BP in Alaskas Prudhoe Bay nach Öl. 1984 wurde Browne Finanzchef, fünf Jahre später Chef-Explorer, seit 1995 leitet er BP. Durch spektakuläre Firmenkäufe (Amoco, Arco, Castrol, Veba Oel) führte er BP in die Weltspitze. Der Dank: Viermal hintereinander Britanniens Manager des Jahres, von der Queen ein Ritterschlag und seit 2001 ein Platz im Oberhaus.

Lord John Browne wurde drei Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs in Hamburg geboren. Nach seinem Physikstudium suchte er Anfang der siebziger Jahre für BP in Alaskas Prudhoe Bay nach Öl.

1984 wurde Browne Finanzchef, fünf Jahre später Chef-Explorer, seit 1995 leitet er BP. Durch spektakuläre Firmenkäufe (Amoco, Arco, Castrol, Veba Oel) führte er BP in die Weltspitze. Der Dank: Viermal hintereinander Britanniens Manager des Jahres, von der Queen ein Ritterschlag und seit 2001 ein Platz im Oberhaus.

Foto: DPA
Daniel Vasella gilt als einer der erfolgreichsten Manager der Pharmaindustrie. Bevor der promovierte Mediziner 1988 zur Baseler Sandoz AG wechselte, praktizierte er als Arzt. Als Chef von Sandoz betrieb er die Fusion mit dem Schweizer Konkurrenten Ciba-Geigy, seither leitet er den aus dieser Verbindung hervorgegangenen siebtgrößten Pharmakonzern der Welt mit dem Kunstnamen Novartis. Vasella setzte ganz auf die Humanmedizin und baute vor allem das Geschäft auf dem lukrativen US-Markt aus. Mit einem Einkommen von 20 Millionen Schweizer Franken ist der 50-Jährige einer der Spitzenverdiener unter Europas Managern.

Daniel Vasella gilt als einer der erfolgreichsten Manager der Pharmaindustrie. Bevor der promovierte Mediziner 1988 zur Baseler Sandoz AG wechselte, praktizierte er als Arzt.

Als Chef von Sandoz betrieb er die Fusion mit dem Schweizer Konkurrenten Ciba-Geigy, seither leitet er den aus dieser Verbindung hervorgegangenen siebtgrößten Pharmakonzern der Welt mit dem Kunstnamen Novartis.

Vasella setzte ganz auf die Humanmedizin und baute vor allem das Geschäft auf dem lukrativen US-Markt aus. Mit einem Einkommen von 20 Millionen Schweizer Franken ist der 50-Jährige einer der Spitzenverdiener unter Europas Managern.

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Thierry Desmarest absolvierte die klassische französische Elitekarriere. Der École Polytechnique folgte die École Nationale supérieure des mines, dann wurde Desmarest Mitglied im renommierten Korps der Mineningenieure. 1981 wurde er Mitarbeiter des damals noch relativ kleinen Mineralölkonzerns Total, für den er zunächst bis 1983 als Direktor für die Ölförderung in Algerien tätig war. Es folgten Auslandseinsätze als Direktor in Lateinamerika und Westafrika. Ab 1989 war er in der Pariser Konzernzentrale als Generaldirektor und Mitglied des Konzernvorstands für die Total-Ölförderung zuständig. 1995 übernahm er als Präsident und Generaldirektor die Leitung des Konzerns. Desmarest ist seit 1972 mit der Ärztin Annick Geraux verheiratet und hat drei Kinder.

Thierry Desmarest absolvierte die klassische französische Elitekarriere. Der École Polytechnique folgte die École Nationale supérieure des mines, dann wurde Desmarest Mitglied im renommierten Korps der Mineningenieure.

1981 wurde er Mitarbeiter des damals noch relativ kleinen Mineralölkonzerns Total, für den er zunächst bis 1983 als Direktor für die Ölförderung in Algerien tätig war. Es folgten Auslandseinsätze als Direktor in Lateinamerika und Westafrika.

Ab 1989 war er in der Pariser Konzernzentrale als Generaldirektor und Mitglied des Konzernvorstands für die Total-Ölförderung zuständig. 1995 übernahm er als Präsident und Generaldirektor die Leitung des Konzerns. Desmarest ist seit 1972 mit der Ärztin Annick Geraux verheiratet und hat drei Kinder.

Foto: DPA
Heinrich von Pierer begann seine Laufbahn 1969 als Syndikus in der Siemens-Rechtsabteilung. 1991 wurde von Pierer zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden ernannt. Nachdem sich der damalige Siemens-Chef, Karlheinz Kaske, Anfang 1992 einen Oberschenkelhalsbruch zugezogen hatte, vertrat von Pierer - mit beachtlichem Erfolg - seinen Chef, bis er im Oktober 1992 dann auch offiziell zum ersten Mann bei Siemens ernannt wurde. Von 1972 bis 1990 saß von Pierer für die CSU im Erlanger Stadtrat und scheiterte Anfang der Siebziger nur knapp an einer Bundestagskandidatur. Neben seinem Job als Siemens-Chef stand er Ex-Bundeskanzler Helmut Kohl viele Jahre als einer der engsten Berater zur Verfügung.

Heinrich von Pierer begann seine Laufbahn 1969 als Syndikus in der Siemens-Rechtsabteilung. 1991 wurde von Pierer zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden ernannt.

Nachdem sich der damalige Siemens-Chef, Karlheinz Kaske, Anfang 1992 einen Oberschenkelhalsbruch zugezogen hatte, vertrat von Pierer - mit beachtlichem Erfolg - seinen Chef, bis er im Oktober 1992 dann auch offiziell zum ersten Mann bei Siemens ernannt wurde.

Von 1972 bis 1990 saß von Pierer für die CSU im Erlanger Stadtrat und scheiterte Anfang der Siebziger nur knapp an einer Bundestagskandidatur. Neben seinem Job als Siemens-Chef stand er Ex-Bundeskanzler Helmut Kohl viele Jahre als einer der engsten Berater zur Verfügung.

Josef Ackermann studierte bis 1973 Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an der Schweizer Elitehochschule St. Gallen. 1977 promovierte er. Bevor der Schweizer 2002 Vorstandstandssprecher der Deutschen Bank wurde, war er im Vorstand für den Unternehmensbereich Globale Unternehmen und Institutionen verantwortlich. Mitte Juli wurde Ackermann im spektakulären Mannesmannprozess vom Vorwurf der Untreue freigesprochen. Der Deutsch-Banker ist seit 1977 mit der Finnin Pirkko Mölsä verheiratet und hat eine Tochter. Er gilt als exzellenter Hobbymusiker (klassischer Gesang, Klavier) und Opernfan.

Josef Ackermann studierte bis 1973 Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an der Schweizer Elitehochschule St. Gallen. 1977 promovierte er. Bevor der Schweizer 2002 Vorstandstandssprecher der Deutschen Bank wurde, war er im Vorstand für den Unternehmensbereich Globale Unternehmen und Institutionen verantwortlich.

Mitte Juli wurde Ackermann im spektakulären Mannesmannprozess vom Vorwurf der Untreue freigesprochen. Der Deutsch-Banker ist seit 1977 mit der Finnin Pirkko Mölsä verheiratet und hat eine Tochter. Er gilt als exzellenter Hobbymusiker (klassischer Gesang, Klavier) und Opernfan.

Foto: DPA
Jürgen Schrempp absolvierte bei DaimlerChrysler eine Kärner-Karriere. Nach der Mittleren Reife folgte die Lehre als Kfz-Mechaniker, dann das Studium der Ingenieurwissenschaften. 1967 folgte der Eintritt in die Zentrale der Daimler-Benz AG. 1987 wurde Schrempp Bereichsleiter im neu geschaffenen Geschäftsbereich Nutzfahrzeuge. Im Mai 1989 avancierte Schrempp zum Chef der neu gegründeten Deutschen Aerospace AG (Dasa). 1995 wurde er Vorstandsvorsitzender der Daimler-Benz AG, im Dezember 1998 Chef der fusionierten DaimlerChrysler AG. Nachdem Robert Eaton seinen Posten zum 31. März 2000 niederlegte, ist Schrempp alleiniger Vorstandsvorsitzender der DaimlerChrysler AG. Der DaimlerChrysler-Chef ist seit Dezember 2000 in zweiter Ehe mit Lydia Deininger, seiner Büroleiterin bei DaimlerChrysler, verheiratet und hat eine Tochter Loana Theresa. Aus erster Ehe hat er zwei Söhne.

Jürgen Schrempp absolvierte bei DaimlerChrysler eine Kärner-Karriere. Nach der Mittleren Reife folgte die Lehre als Kfz-Mechaniker, dann das Studium der Ingenieurwissenschaften. 1967 folgte der Eintritt in die Zentrale der Daimler-Benz AG.

1987 wurde Schrempp Bereichsleiter im neu geschaffenen Geschäftsbereich Nutzfahrzeuge. Im Mai 1989 avancierte Schrempp zum Chef der neu gegründeten Deutschen Aerospace AG (Dasa). 1995 wurde er Vorstandsvorsitzender der Daimler-Benz AG, im Dezember 1998 Chef der fusionierten DaimlerChrysler AG. Nachdem Robert Eaton seinen Posten zum 31. März 2000 niederlegte, ist Schrempp alleiniger Vorstandsvorsitzender der DaimlerChrysler AG.

Der DaimlerChrysler-Chef ist seit Dezember 2000 in zweiter Ehe mit Lydia Deininger, seiner Büroleiterin bei DaimlerChrysler, verheiratet und hat eine Tochter Loana Theresa. Aus erster Ehe hat er zwei Söhne.

Foto: DPA
Helmut Panke studierte Physik und war am Schweizerischen Institut für Nuklearforschung tätig, bevor er 1978 in die Wirtschaft wechselte - zunächst zur Unternehmensberatung McKinsey. Vier Jahre später stieg er bei BMW ein, deren Konzernplanung er 1990 übernahm. Danach ging er als Chef der US-Tochtergesellschaft nach Spartanburg in South Carolina, wo er ein neues Werk aufbaute, in dem seither Cabrios und Geländewagen gebaut werden. 1996 wechselte Panke in den BMW-Vorstand - erst für Personal zuständig, dann als Finanzchef und rechte Hand von Vorstandschef Joachim Milberg. Seit Dezember 2001 steht Panke, 57, selbst an der Spitze. Panke ist verheiratet und hat mit seiner Frau Monika zwei Kinder.

Helmut Panke studierte Physik und war am Schweizerischen Institut für Nuklearforschung tätig, bevor er 1978 in die Wirtschaft wechselte - zunächst zur Unternehmensberatung McKinsey.

Vier Jahre später stieg er bei BMW ein, deren Konzernplanung er 1990 übernahm. Danach ging er als Chef der US-Tochtergesellschaft nach Spartanburg in South Carolina, wo er ein neues Werk aufbaute, in dem seither Cabrios und Geländewagen gebaut werden.

1996 wechselte Panke in den BMW-Vorstand - erst für Personal zuständig, dann als Finanzchef und rechte Hand von Vorstandschef Joachim Milberg. Seit Dezember 2001 steht Panke, 57, selbst an der Spitze. Panke ist verheiratet und hat mit seiner Frau Monika zwei Kinder.

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Gunther Thielen studierte Maschinenbau und Wirtschaftswissenschaften. Nach verschiedenen Posten bei der BASF-Gruppe wurde er technischer Leiter der Wintershall-Raffinerie in Kassel. 1980 ging er zu Bertelsmann und übernahm 1985 im Vorstand die Verantwortung für die damaligen Druck- und Industriebetriebe. Der Bereich wurde 1996 in die Bertelsmann Industrie AG und 1999 in Arvato umgebildet. 2001 folgte Thielen dem Firmenpatriarchen Reinhard Mohn als Vorsitzender des Kuratoriums und des Präsidiums der Bertelsmann-Stiftung sowie als Vorsitzender der Bertelsmann Verwaltungsgesellschaft (BVG), die in der Hauptversammlung 75 Prozent der Stimmrechte ausübt. Im Sommer 2002 löste Thielen den glücklosen Thomas Middelhoff an der Bertelsmann-Spitze ab.

Gunther Thielen studierte Maschinenbau und Wirtschaftswissenschaften. Nach verschiedenen Posten bei der BASF-Gruppe wurde er technischer Leiter der Wintershall-Raffinerie in Kassel.

1980 ging er zu Bertelsmann und übernahm 1985 im Vorstand die Verantwortung für die damaligen Druck- und Industriebetriebe. Der Bereich wurde 1996 in die Bertelsmann Industrie AG und 1999 in Arvato umgebildet.

2001 folgte Thielen dem Firmenpatriarchen Reinhard Mohn als Vorsitzender des Kuratoriums und des Präsidiums der Bertelsmann-Stiftung sowie als Vorsitzender der Bertelsmann Verwaltungsgesellschaft (BVG), die in der Hauptversammlung 75 Prozent der Stimmrechte ausübt. Im Sommer 2002 löste Thielen den glücklosen Thomas Middelhoff an der Bertelsmann-Spitze ab.

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9 aus 20: Die mächtigsten Manager Europas
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Angeführt wird die Liste der 25 mächtigsten Wirtschaftsführer Europas in 2004 von BP-Chef Lord John Browne. Er habe BP   zum zweitgrößten Unternehmen der Welt nach Wal-Mart   gemacht, schreibt "Fortune".

Platz zwei der Rangliste belegt Novartis-Chef Daniel Vasella, gefolgt vom Leiter des französischen Ölkonzerns Total Fina Elf  , Thierry Desmarest.

Zweitplatzierter unter den deutschen Topmanagern ist Heinrich von Pierer, scheidender Vormann von Siemens  , auf Rang sechs der "Fortune"-Liste.

Der Lenker der Deutschen Bank  , Josef Ackermann, schaffte es auf Platz neun und Jürgen Schrempp, Konzernchef von DaimlerChrysler  , auf Rang elf. Helmut Panke, Vorstandsvorsitzender von BMW   belegt Platz 13 und Bertelsmann-Vormann Gunter Thielen Rang 19.