Für besonders wertbeständig und sicher halten die Deutschen die offenen Immobilienfonds - doch diese Anlage habe »schon lange ihren Glanz verloren«, warnt das Management Zentrum St. Gallen. Leerstände und sinkende Mieten drücken die Rendite, »wirklich gute Anlageobjekte sind heute in ganz Deutschland nur mehr schwer zu finden«, meinen die schweizerischen Unternehmensberater. Die Fonds aber müssen die ihnen zufließenden Gelder - im vergangenen Jahr 14 Milliarden Mark - zu mindestens 51 Prozent in Immobilien anlegen. Wegen der hohen Mittelzuflüsse in der Vergangenheit hätten die Fonds häufig zu große Objekte erworben, kritisiert der Immobilienexperte Hartmut Bulwien vom Münchner Institut für Markt-, Regional- und Wirtschaftsforschung, und diese Objekte seien kaum verkäuflich. Auch hätten die Fonds Anfang der neunziger Jahre im Immobilienboom zu teuer gekauft. In den vergangenen 30 Jahren brachten die offenen Immobilienfonds im Schnitt gut sechs Prozent Rendite jährlich, doch dieser Wert ist in den nächsten Jahren kaum zu erreichen. Die Fondsmanager versuchen derzeit, durch verstärkte Käufe im Ausland die magere Rendite im Inland zu kompensieren.
Dieser Ausdruck wurde am 17.10.2026 erstellt und ist ausschließlich für den persönlichen Gebrauch lizenziert.
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