Magnetschwebebahn: Glos drängt auf deutschen Transrapid - DER SPIEGEL
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Magnetschwebebahn Glos drängt auf deutschen Transrapid

Wirtschaftsminister Michael Glos setzt sich vehement für eine Transrapid-Trasse in Deutschland ein. Dass das Projekt in München nicht vorankommt, lastet er der regionalen SPD an. Die solle damit aufhören, die Strecke zwischen Innenstadt und Flughafen zu blockieren.
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Passau - "Wir brauchen in Deutschland dringend eine Transrapidstrecke, die auch benutzt wird", sagte Glos der "Passauer Neuen Presse". Der CSU-Politiker fügte hinzu: "Es ist unerträglich, dass man erst nach Shanghai fliegen muss, um den Transrapid in der Praxis zu erleben."

Entwickelt wurde die Magnetschwebebahn von den deutschen Konzernen ThyssenKrupp und Siemens. Die bislang einzige kommerziell genutzte Verbindung befindet sich in der chinesischen Metropole. Derzeit sind weitere Trassen geplant, unter anderem zwischen dem Münchner Hauptbahnhof und dem Flughafen Erding.

Dass die deutsche Strecke nicht vorankommt, lasten Glos der Münchener Lokalpolitik an. Blockierer sei "in erster Linie die SPD in München unter Führung von Oberbürgermeister Christian Ude, die die Chancen für München als Standort für ein so modernes Verkehrssystem übersieht", klagte der CSU-Politiker. Ude ist ein erklärter Gegner der Magnetbahntrasse. Ude hält das Millionenprojekt für Geldverschwendung.

Glos fordert SPD zu Reformen auf

Angesichts der Landtagswahlergebnisse in Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz will Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) bei der SPD um die Zustimmung für seine Position zu zentralen Reformvorhaben werben. Als Beispiele nannte er den Mindestlohn, den Kündigungsschutz, Laufzeiten von Atomkraftwerken oder die Unternehmenssteuerreform.

Zwischen Partnern, die den Erfolg für Deutschland suchen, müsse man reden können, sagte der Minister. "Grundlage der Politik des Bundesministers für Wirtschaft und Technologie können keine Wunschträume sein, sondern Grundlage sind die Vereinbarungen des Koalitionsvertrages", betonte Glos. Er kündigte an, für die aus seiner Sicht nötige Bewusstseinsänderung zu kämpfen. Für ihn mache es zum Beispiel keinen Sinn, sichere Kernkraftwerke abzuschalten und das Land noch abhängiger von Energieimporten aus dem Ausland zu machen.

suc/AP/ddp