Mai-Zahlen: Kaum Belebung auf dem Arbeitsmarkt - DER SPIEGEL
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Mai-Zahlen Kaum Belebung auf dem Arbeitsmarkt

Die Frühjahrsbelebung hat im Mai zu einem Rückgang der Arbeitslosigkeit geführt. Auf Grund der neuen Zählung weist die Statistik trotzdem eine spürbar höhere Zahl aus als im Vorjahr. Die Hoffnung, die Konjunktur könne neue Impulse geben, ist jedoch nach den Mai-Zahlen zerstoben.
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Nürnberg - Im Vergleich zum Vormonat ist eine leichte Belebung festzustellen. Die Zahl der Arbeitslosen sank um 161.000 auf 4.806.589, selbst wenn man die saisonbedingten Faktoren unberücksichtigt lässt. Die höhere Zahl gegenüber dem Vorjahr sei vornehmlich auf die neue Statistik im Rahmen der Hartz-IV-Reformen zurückzuführen, erklärte der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise. Die Arbeitslosenquote sank um 0,4 Prozent auf 11,6 Prozent. Im Mai des vergangenen Jahres hatte sie noch bei 10,3 Prozent gelegen.

Weise führte den Rückgang auf die jahreszeitlich übliche Belebung auf dem Arbeitsmarkt zurück. Konjunkturelle Impulse hätten dagegen keine nennenswerte Rolle gespielt.

In Westdeutschland wurden im Mai 3.169.980 Männer und Frauen als arbeitslos gezählt. Das waren 92.400 weniger als im April, aber 460.300 mehr als vor einem Jahr. In Ostdeutschland gab es 1.636.609 Arbeitslose - 68.700 weniger als im Vormonat, aber 53.100 mehr als im Mai des vergangenen Jahres. Die Arbeitslosenquote lag im Westen bei 9,7 Prozent, im Osten bei 18,9 Prozent.

Nach wie vor fehlende konjunkturelle Impulse auf dem Arbeitsmarkt spiegeln sich auch in der saisonbereinigten Arbeitslosenzahl wider. Sie blieb im Vergleich zum April bundesweit unverändert bei 4,889 Millionen. Dabei wurde eine Zunahme im Westen um 11.000 durch einen Rückgang im Osten in gleicher Größenordnung ausgeglichen. Die Zahl der Erwerbstätigen lag nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden im April mit 38,76 Millionen um 0,3 Prozent über dem Vorjahreswert.