Maifeier: Gewerkschafter wollen Schröder ausladen - DER SPIEGEL
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Maifeier Gewerkschafter wollen Schröder ausladen

Die Frankfurter IG Metall will den Bundeskanzler nicht mehr hören. Die Gewerkschafter verlangten vom DGB, Gerhard Schröder bei der zentralen Maifeier nicht aufs Podium zu lassen.
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Frankfurt am Main - Geht es nach den Vorstellungen des IG-Metall-Ortsverbandes in Frankfurt, dann darf Schröder nicht als Hauptredner auf der zentralen Maifeier des DGB im Hessenpark in Neu-Anspach auftreten. Dessen "Agenda 2010" habe nichts mehr mit sozialstaatlich notwendigen Reformen zu tun, sondern ziele "tendenziell auf die Zerschlagung des Sozialstaates", hieß es in einer Mitteilung der Frankfurter IG- Metall-Vertretung.

Hartwig Oertel, Sprecher der IG-Metall-Bezirksleitung in Frankfurt kritisierte den Schritt. Den Bundeskanzler auszuladen, sei nicht die richtige Form in der Auseinandersetzung mit der Politik der Bundesregierung. "Diese Veranstaltung bietet uns die Chance, den Kanzler mit unseren Ansichten zu konfrontierten", sagte er. Nach Bundeskanzler Schröder wird der DGB-Vorsitzende Michael Sommer bei der Kundgebung sprechen.

Die IG Metall will auch andernorts ihrem Unmut über Schröders Reformvorhaben Luft machen. Bei seiner ersten von vier Regionalkonferenzen, die am Montag in Bonn stattfinden soll, dürften dem Kanzler auch einige Transparente der Metaller-Gewerkschaft entgegenwehen. IG-Metall-Vertreter wollen vor dem Tagungszentrum gegen die geplanten Einschnitte bei Arbeitslosen- und Krankengeld demonstrieren. Weitere Regionalkonferenzen sind am 5. Mai in Nürnberg, am 7. Mai in Hamburg und am 21. Mai in Potsdam geplant.