Malade Ford-Tochter: Jaguar braucht Kapitalspritze - DER SPIEGEL
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Malade Ford-Tochter Jaguar braucht Kapitalspritze

Ehemals als Aushängeschild der britischen Autoindustrie gehandelt, macht Jaguar heutzutage nur noch Negativschlagzeilen. Nun verhandelt die Karossenschmiede einmal mehr bei der US-Konzernmutter Ford um finanzielle Hilfe.
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London - "Wir werden weitere Maßnahmen treffen müssen, um das Unternehmen zu rekapitalisieren", sagte Jaguar-Finanzvorstand David Smith der "Financial Times". Der britische Autobauer hat bereits Verhandlungen mit dem US-Mutterkonzern Ford   aufgenommen.

Grund für die knappe Kapitaldecke sind Abschreibungen in Höhe von 534 Millionen Pfund in 2004. Diese bescheren dem Autobauer einen Nettoverlust von 322 Millionen Pfund.

Jaguar hat sich bei seinen Absatzprognosen deutlich verschätzt. Ursprünglich gingen die Verantwortlichen mit 200.000 verkauften Autos aus - und investierten entsprechend. Allerdings kappten die Verantwortlichen bereits im Sommer die ehrgeizige Vorgabe und kalkulieren seither nur noch mit einem Absatz von 125.000 Pkw.

Belastend wirkt zudem die laufende Sanierung. So wurde die Produktion am Standort Coventry eingestellt. 1150 Arbeitsplätze fallen weg. Die Umstrukturierung belastet den Konzern zusätzlich mit 75 Millionen Pfund.

Nun brauchen die Briten erneut die Hilfe von Ford. Bereits im vergangenen Jahr hatte die US-Mutter 260 Millionen Pfund bereitgestellt.