Mamma mia: Preis für italienisches Olivenöl explodiert - DER SPIEGEL
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Mamma mia Preis für italienisches Olivenöl explodiert

Die katastrophale Dürre in weiten Teilen Europas kommt Bauern und Verbraucher teuer zu stehen. Besonders dramatisch ist die Lage in Italien, wo die mediterrane Lebensart neuerdings eine sehr teure Angelegenheit ist.
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Kiel/Rom - Durch ein klirrend kaltes Frühjahr und die darauf folgende Hitzewelle wurden große Teile der Ernte in Italien vernichtet. Wie das "Handelsblatt" meldet, schlägt sich die Preisexplosion bei Obst und Gemüse bereits in den am Mittwoch veröffentlichten italienischen Inflationszahlen für Juni nieder.

Nach einer Aufstellung des italienischen Bauernverbandes Conferderazione italiana agricoltori (Cia) sei auf Grund der gestiegenen Preise die Nachfrage nach Obst und Gemüse von Mitte Juni bis Mitte Juli um 13 Prozent zurück gegangen. Auch auf Wein und Käse werde sich die Dürre auswirken. Ein Cia-Funktionär sagte dem Blatt, er erwarte in der Spitze Preisanstiege um bis zu 25 Prozent.

Am schlimmsten ist es offenbar beim Olivenöl. Diese für die mediterrane Lebensart unersetzliche Zutat ist ohnehin nicht billig - demnächst soll Öl der Qualitätsstufe extra vergine sich jedoch um weitere 30 Prozent verteuern.

Auch in Deutschland muss mit steigenden Preisen gerechnet werden. Die Anstiege dürften allerdings weniger dramatisch ausfallen als in Italien. Viele deutsche Bauern stehen angeblich vor dem wirtschaftlichen Aus, in einigen Regionen seien Ertragseinbußen von 70 Prozent bis hin zu Totalausfällen bei der Ernte zu erwarten, so die Landwirtschaftsministerien der Länder.

In Schleswig-Holstein rechnen die Bauern dagegen mit einer Ernte, die mengenmäßig deutlich über dem Vorjahr liegt, wie die Landwirtschaftskammer in Kiel mitteilte. Bei Gerste, Weizen, Zuckerrüben, Silomais und Kartoffeln würden Erträge mindestens im Durchschnitt oder besser erwartet.