Manager-Dialektik: Hartz IV ist toll, bringt aber nichts - DER SPIEGEL
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Manager-Dialektik Hartz IV ist toll, bringt aber nichts

In den Führungsetagen der deutschen Wirtschaft trifft das Arbeitsmarktgesetz Hartz IV einer Umfrage zufolge auf breite Zustimmung. Gleichzeitig zweifelt die Mehrheit der Manager jedoch daran, dass die Reform neue Jobs schafft.
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Düsseldorf - Laut einer am Freitag veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Psephos im Auftrag des "Handelsblatts" schlagen beim Thema Hartz IV zwei Herzen in der deutschen Managerbrust: Mit überwältigenden 91 Prozent sprechen sich die Führungskräfte für die Reform aus. Aber mehr als die Hälfte der Befragten (53 Prozent) glaubt, dass durch die Neuregelungen zum Arbeitslosengeld II keine neuen Arbeitsplätze entstehen.

Besonders Manager im Baugewerbe und in der Dienstleistungsbranche sind pessimistisch. Sie erwarten zu 64 Prozent beziehungsweise zu 55 Prozent keine neuen Jobs durch Hartz IV. Regional betrachtet sind vor allem die Manager in Ostdeutschland skeptisch. In den Führungsetagen der Industrie dagegen halten sich Optimisten und Pessimisten laut "Handelsblatt" in etwa die Waage.

Die Bundesregierung plant, Anfang Januar die Arbeitslosen- und Sozialhilfe zum Arbeitslosengeld II zusammenzufassen. Davon betroffen sind knapp 3,5 Millionen Langzeitarbeitslose. Wirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) erhofft sich von der Reform im kommenden Jahr mindestens 100.000 zusätzliche reguläre Arbeitsplätze.