Manager: Radikal-Umbau bei der Telekom - DER SPIEGEL
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Manager Radikal-Umbau bei der Telekom

Nach dem Abgang des Chefs der T-Com-Sparte will Telekom-Boss Kai-Uwe Ricke seinen Konzern mehr an den Kundenbedürfnissen ausrichten. Die einstmals von Ron Sommer geschaffenen Geschäftsbereiche sollen abgeschafft werden, weil sie zu stark miteinander konkurrieren.
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Berlin - Ricke plant laut "Financial Times Deutschland" für den Herbst einen Umbau des Konzerns. Der Vorstandschef überlege, die von seinem Vorgänger Ron Sommer eingeführte Vier-Säulen-Strategie aufzulösen, berichtet die Zeitung unter Berufung auf das Umfeld des Unternehmens. Derzeit existieren vier Geschäftsbereiche: T-Com (Festnetz), T-Online (Internet), T-Mobile (Mobilfunk) und T-Systems (IT-Dienstleistungen). Ricke überlege, die Säulen in Privat- und Geschäftskundensegmente zu zerschlagen oder einzelne Sparten zu fusionieren.

In der Konzernspitze werde intensiv diskutiert, T-Com mit dem Internetgeschäft von T-Online   zu verschmelzen. Ricke arbeite an einem neuen Konzept. Nach dem am Donnerstag bekannt gewordenen Rücktritt des Chefs von T-Com, Josef Brauner, habe Ricke "Handlungsfreiheit für den Umbau".

Grund für den Umbau sei, dass die vier Säulen nicht nur mit Konzernrivalen, sondern immer stärker auch miteinander konkurrierten. Ricke habe nach seinem Amtsantritt die Verantwortung der Spartenmanager gestärkt. Doch "die zusätzliche Freiheit hat zwischen den Säulen Machtkämpfe angezettelt", hieß es der Zeitung zufolge aus dem Konzernumfeld. Schon Ende 2003 habe sich die Telekom-Spitze für erste neue Strategieüberlegungen zu einer Klausur nach Mallorca zurückgezogen.