Dax: Manager bekommen teilweise 50 Mal so viel wie normale Mitarbeiter - DER SPIEGEL
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Managergehälter: Das sind die Top-Verdiener unter den Dax-Chefs

Foto: Uwe Anspach/ picture alliance / Uwe Anspach/dpa

Vergütung in Dax-Konzernen Wo der Boss 50 Mal mehr verdient als seine Mitarbeiter

In den Führungsetagen deutscher Konzerne wurde 2016 kräftig kassiert. Die durchschnittliche Vorstandsvergütung der 30 Dax-Konzerne stieg auf knapp 3,4 Millionen Euro. Der Abstand zu den Mitarbeitern ist enorm.
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Viele deutsche Top-Manager können sich weiter über satte Einkünfte freuen. Die durchschnittliche Vorstandsvergütung in 16 der 30 größten börsennotierten Konzerne stieg erneut, so eine Studie der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz und der TU München.

Besonders stark ging es beim Softwarekonzern SAP nach oben (plus 163,4 Prozent), aber auch bei Adidas (plus 35,3 Prozent) und der Deutschen Börse (plus 24,4 Prozent) konnten die Manager sich freuen. Abwärts ging es dagegen für die Konzernlenker bei VW (minus 32,9 Prozent), dem Pharmakonzern Merck (minus 17,7 Prozent) oder Thyssen-Krupp (minus 13,3 Prozent).

Im Durchschnitt der im Börsenindex Dax gelisteten Konzerne lag die Vorstandsvergütung bei knapp 3,376 Millionen Euro - und damit um ein Prozent höher als im Vorjahr. Die Vorstandsvorsitzenden kassierten mit durchschnittlich 5,5 Millionen Euro sogar deutlich mehr als im Vorjahr, als sie auf 5,1 Millionen Euro kamen.

Das überrascht, weil viele Konzerne im Zuge der Debatte über Managergehälter neue Vergütungsregeln eingeführt und Mäßigung versprochen hatten. Andererseits laufen die Geschäfte für viele Konzern sehr gut - was üppige Gehälter im Einzelfall rechtfertigt.

Die Liste der Top-Verdiener 2016 führt SAP-Chef Bill McDermott an, der 13,77 Millionen Euro einstrich - und sich dafür auch schon heftige Kritik anhören musste. Gleich dahinter folgen die Chefs der Autobauer VW, Daimler und BMW (siehe Fotostrecke). Weit abgeschlagen auf Platz 23 landet Deutsche-Bank-Chef John Cryan, der wegen des zweiten Milliardenverlusts in Folge auf alle Boni verzichten musste und "nur" ein Festgehalt von 3,8 Millionen Euro bekam.

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Interessant ist auch, dass sich die Kluft zwischen den Vorstandsbezügen und den Gehältern normaler Mitarbeiter in 17 von 30 Dax-Konzernen vergrößert hat. Nur in 10 Unternehmen wurde sie kleiner. Besonders groß war der Unterschied beim Pharmakonzern Fresenius, wo die durchschnittliche Vorstandsvergütung 83 Mal so hoch ausfiel wie der durchschnittliche Personalaufwand je Mitarbeiter (siehe Tabelle).

Im Schnitt lag der Wert für diese sogenannte Vertikalität bei 50. Am niedrigsten war er wegen der (ausnahmsweise) eher geringen Vorstandsgehälter und der vergleichsweise guten Mitarbeiterbezahlung bei der Deutschen Bank (23).

stk