Mannesmann: Abfindungs-Millionäre widersprechen sich - DER SPIEGEL
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Mannesmann Abfindungs-Millionäre widersprechen sich

Die Millionen-Zahlungen an die Vorstände von Mannesmann und Vodafone sorgen weiter für Verwirrung. Jetzt verstricken sich auch Klaus Esser und Chris Gent in Widersprüche
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Frankfurt am Main - Nach den Worten von Klaus Esser hat Vodafone   die Zahlung von 59 Millionen Mark an ihn prinzipiell gebilligt. Der ehemalige Mannesmann-Chef sagte der "Financial Times", dass ihn Vodafone-Chef Chris Gent am 3. Februar angerufen habe, um ihm die Entscheidung des Vorstands mitzuteilen. Tags darauf kam das Thema in den zuständigen Mannesmann-Ausschuss.

Esser widersprach damit Gents Aussage vom Mittwoch, der zufolge Vodafone keine Rolle in der Bonusfrage gespielt habe. Gent hatte auf der Mannesmann-Hauptversammlung zudem gesagt, dass Vodafone erst nach der Zustimmung der Europäischen Kommission zur Übernahme von Mannesmann Mitte April 2000 Einfluss auf Entscheidungen bei dem deutschen Unternehmen genommen habe. Kein Vodafone-Manager habe jemals irgendeinem Mannesmann-Manager Geld oder Vorteile angeboten.

Die Frage, ob und wann Vodafone der Zahlung an Esser zugestimmt hatte, ist für die Ermittlungen der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft von entscheidender Bedeutung. Diese ermitteln unter anderem gegen Gent, Esser und IG-Metall-Chef Klaus Zwickel wegen des Verdachts der Untreue gegenüber den Mannesmann-Aktionären. Dabei geht es vor allem darum, ob die Abfindungszahlungen an die Mannesmann-Führung als Bestechung zu werten sind.