Mannesmann Arcor Börsengang geplatzt
Frankfurt am Main - Der Börsengang sei "auf unbestimmte Zeit ausgesetzt", sagte eine Sprecherin von Arcor. Von der Deutschen Bahn liege "keine eindeutige Stellungnahme" zu den Börsenplänen des Unternehmens vor. Mit 18 Prozent hält die Bahn noch 18 Prozent an der Festnetztochter von Vodafone.
Bei der Aufsichtsratssitzung am Freitag sei der Vertreter der Bahn nicht erschienen, berichtet das "Handelsblatt". Grund für diese Abwehrhaltung sind offenbar Pläne, die Beteiligung der Bahn im Zuge des Börsengangs auf fünf Prozent zu reduzieren. Bahnchef Hartmut Mehdorn wolle dies verhindern.
Die Absage des Arcor-Börsengangs bedeutet eine Schwächung der Position innerhalb des Vodafone-Konzerns. Mit der Ausgabe von Aktien hätte das Unternehmen eine Akquisitonswährung erhalten, um aus eigener Kraft weiter zu expandieren. Nun keimen wieder Spekulationen auf, Vodafone könnte Arcor abstoßen wollen. Bisher wurde dies von der Führung des britischen Mobilfunkriesen bestritten.