Mannesmann-Bilanz Boom beim Mobilfunk
Düsseldorf - Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda)stieg um rund 37 Prozent auf etwa 4,3 Milliarden Euro (8,41 Milliarden Mark). Davon seien rund 1,1 Milliarden Euro auf den Geschäftsbereich Engineering und Automotive entfallen, berichtete das Unternehmen. Wachstumsträger war der Bereich Telekommunikation mit einem Zuwachs von 70 Prozent auf rund 2,2 Milliarden Euro.
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, das hohe Abschreibungen und Finanzierungskosten wegen der Zukäufe in der Telekommunikation 1999 enthält, habe mit rund 1,4 Milliarden Euro leicht über dem von 1998 gelegen.
Der Kundenbestand in den Mobil- und Festnetzgesellschaften habe Ende des Jahres fast 36 Millionen erreicht. Das Wachstum bei den Mobilfunkkunden von Mannesmann D2, Omnitel und Orange betrage über 70 Prozent. Die Zahl der Internet-Kunden betrug zum Ende des Jahres 2,6 Millionen.
DG-Bank-Analyst Robert Vinall wertete die Zahlen als "in line". Sie entsprächen sowohl seinen Erwartungen als auch den Prognosen des Unternehmens selbst. Allerdings seien die Mannesmann-Zahlen schwierig zu beurteilen, da das Unternehmen sehr viele Geschäftsbereiche habe. Interessant bleibe, welcher Bereich wie viel zum Konzernumsatz beigetragen habe. Den Kurs der Aktie sieht er bald sinken. Wenn die Übernahmeschlacht mit Vodafone am 7. Februar beendet ist, sei in jedem Fall mit Kursabschlägen zu rechnen - egal wie das Rennen ausgehe, sagt Vinall.