Mannesmann-Prozess Ackermann kündigt eigenen Auftritt an
Düsseldorf - Ackermann hatte bereits in der vergangenen Woche eine kurze Stellungnahme abgegeben, in der er die Vorwürfe der Staatsanwälte kategorisch zurückgewiesen hatte. Sein Mandant werde sich erneut zu seiner Rolle bei der Verteilung der umstrittenen Millionenzahlungen äußern, sagte Ackermanns Verteidiger Klaus Volk und nannte als Terminwunsch den 11. Februar. Offen blieb zunächst, ob die Vorsitzende Richterin Brigitte Koppenhöfer auf den Vorschlag eingehen wird.
Einer der engsten Mitarbeiter Essers hat am heutigen vierten Prozesstag dagegen die Aussage verweigert. Ex-Mannesmann-Vorstand Kurt Knizius sagte vor der 14. Großen Strafkammer, er mache von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch, da gegen ihn wegen einer Millionenprämie ebenfalls ermittelt werde. Er hatte 3,7 Millionen Mark erhalten.
Knizius war einer der engsten Berater Essers im Kampf gegen die feindliche Übernahme durch den Mobilfunkkonzern Vodafone. Essers Rechtsanwälte beantragten, die Unterlagen des früheren Vorstandsmitglieds im Prozess zu verlesen, da sie belegten, dass Esser mit aller Macht gegen die Übernahme durch Vodafone gekämpft habe.