Mannesmann-Prozess: Ackermanns Anwalt nach Unfall im Krankenhaus - DER SPIEGEL
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Mannesmann-Prozess Ackermanns Anwalt nach Unfall im Krankenhaus

Eberhard Kempf, der im Mannesmann-Prozess den Chef der Deutschen Bank verteidigt, ist auf der Autobahn verunglückt. Die Verhandlungen wurden für heute abgesagt. Eigentlich wollten die Staatsanwälte ihr Plädoyer beenden und Haftstrafen auch für Josef Ackermann fordern.
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Düsseldorf - Ackermann erfuhr als einer der ersten von dem Unglück. Dessen Ursache soll ein geplatzter Reifen gewesen sein.

Die Staatsanwaltschaft wollte heute ihr Plädoyer beenden. Richterin Brigitte Koppenhöfer sagte, sie habe dafür den 30. Juni als neuen Termin angesetzt. Die Verteidiger sollten dann am 8. und 14. Juli folgen.

Kempfs Auto war auf der Autobahn ins Schleudern geraten, über die Fahrbahn gerutscht und eine Böschung hinabgestürzt. Dabei soll Kempf Prellungen und Schürfwunden erlitten haben, nach einer ersten Diagnose aber keine inneren Verletzungen. Die Untersuchungen fanden im Krankenhaus Koblenz statt, wo Kempf stationär aufgenommen wurde.

Ankläger-Forderung: Haft ohne Bewährung

Nach dem Ende des Verhandlungstags am Mittwoch war Kempf nicht nach Frankfurt gefahren, wo er wohnt, sondern wollte einen Termin in Koblenz wahrnehmen. Er setzte sich selbst ans Steuer. Nach ersten Angaben waren neben Kempf keine weiteren Personen in dem Auto.

Nach Informationen des Fernsehsenders n-tv wollten die Ankläger heute mehrjährige Haftstrafen ohne Bewährung für die Hauptangeklagten fordern. Dabei seien die Strafanträge abgestuft, wie der Sender unter Berufung auf mit dem Prozess befasste Kreise berichtet.

Angeklagt sind neben Ackermann der frühere Mannesmann-Aufsichtsratsvorsitzende Joachim Funk sowie der frühere IG-Metall-Vorsitzende Klaus Zwickel und Ex-Mannesmann-Vorstandschef Klaus Esser.

Die Genehmigung der rund 60 Millionen Euro Abfindungen und Vergütungen an Mannesmann-Manager im Zuge der Übernahme des Konzerns durch den britischen Mobilfunkriesen Vodafone sei unrechtmäßig zum Schaden des Unternehmens erfolgt, so die Ermittler laut n-tv. Zudem seien die Vergütungen aktienrechtlich unzulässig gewesen.

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