Mannesmann-Prozess: Canning Fok entlastet Esser - DER SPIEGEL
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Mannesmann-Prozess Canning Fok entlastet Esser

Im Prozess um Millionen-Abfindungen bei der Mannesmann-Übernahme vor vier Jahren ist der frühere Vorstandschef Klaus Esser einen entscheidenden Schritt vorangekommen. Canning Fok, der Chef des damaligen Großaktionärs Hutchison, gab ihm mit seiner Zeugenaussage Rückendeckung.
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Düsseldorf - Fok sagte am Donnerstag vor dem Düsseldorfer Landgericht, er habe Esser die umstrittene Anerkennungsprämie in Höhe von umgerechnet rund 16 Millionen Euro erst vorgeschlagen, nachdem klar gewesen sei, dass der britische Mobilfunkkonzern Vodafone den Übernahmekampf um Mannesmann gewonnen habe. Ihm sei in einer Unterredung mit Esser am 2. Februar 2000 "spontan der Gedanke gekommen", den Mannesmann-Chef für dessen Einsatz zu belohnen.

Der für die Zeugenvernehmung per Video von Hongkong aus in den Gerichtssaal zugeschaltete Fok erklärte, er habe sich damals gedacht, dass die Aktionäre im Zusammenhang mit der Übernahmeschlacht viel Geld verdient hätten, während Esser sein Amt verlieren werde. Esser habe in dem Gespräch mit ihm betont, dass er die Anerkennung zu schätzen wisse, dass sie jedoch nicht ihm allein, sondern dem gesamten Führungsteam zustehe.

Fok, der damals als Vertreter des Zehn-Prozent-Anteilseigners Hutchison im Aufsichtsrat von Mannesmann saß, trat mit seiner Darstellung Vermutungen entgegen, Esser habe seinen Widerstand gegen die Übernahme von Mannesmann durch Vodafone erst aufgegeben, nachdem ihm die Millionen-Zahlung in Aussicht gestellt worden war.

Insgesamt geht es im Mannesmann-Prozess um Prämien und Pensionsabfindungen von 111 Millionen Mark, die aus Sicht der Staatsanwaltschaft zu Unrecht an damals aktive und bereits pensionierte Top-Manager geflossen sind. Allein Esser hatte neben der Prämie eine Abfindung von mehr als 30 Millionen Mark erhalten.

Genehmigt worden waren die Zahlungen vom Präsidium des Mannesmann-Aufsichtsrates, dem Deutsche-Bank-Vorstandschef Josef Ackermann, Ex-IG-Metall-Chef Klaus Zwickel, der frühere Mannesmann-Aufsichtsratschef Joachim Funk und der damalige Betriebsratsvorsitzende Jürgen Ladberg angehörten und die jetzt wegen schwerer Untreue angeklagt sind. Esser muss sich lediglich wegen Beihilfe verantworten.

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