Mannesmann-Prozess Gericht will am 19. Juli starten
Düsseldorf - 25 Verhandlungstage haben die Richter der Wirtschafts-Strafkammer vorsichtshalber schon einmal angesetzt - der erste Mannesmann-Prozess hatte das Gericht über 30 Tage beschäftigt. Ab dem 19. Juli bis zum Januar 2007 soll das spektakuläre Wirtschaftsverfahren nun im Düsseldorfer Landgericht neu aufgerollt werden. Entsprechende unverbindliche Terminvorschläge seien den Verteidigern des Verfahrens unterbreitet worden, sagte eine Gerichtssprecherin.
Es handle sich aber erstmal nur eine unverbindliche Voranfrage, so die Sprecherin. "Ob die Termine so zu Stande kommen, hängt nun von den Verteidigern ab." Bis zum 2. Mai haben diese Zeit für eine Äußerung.
Der Bundesgerichtshof hatte im vergangenen Dezember die Freisprüche der ersten Instanz aufgehoben. Deshalb müssen sich Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann, Ex-Mannesmann-Chef Klaus Esser, Ex-IG-Metall- Chef Klaus Zwickel sowie drei weitere Angeklagte nun erneut gegen den Vorwurf der Untreue oder der Beihilfe zur Untreue verteidigen. Bei der damals teuersten Unternehmensübernahme der Welt - als der britische Mobilfunkkonzern Vodafone Anfang 2000 für rund 180 Milliarden Euro den Traditionskonzern Mannesmann schluckte - waren Millionenprämien an Manager geflossen. Anders als die erste Instanz befand der Bundesgerichtshof "den objektiven Tatbestand der Untreue" erfüllt.