Mannesmann: Umsatzverdopplung dank zugekaufter Firmen - DER SPIEGEL
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Mannesmann Umsatzverdopplung dank zugekaufter Firmen

Der Mannesmann-Konzern hat im ersten Halbjahr besonders von dem boomenden Mobilfunkgeschäft profitiert. Erstmals einbezogene Daten von übernommenen Unternehmen halfen dem Umsatz, verschlechterten aber das Ergebnis nach Steuern.
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Düsseldorf - Gegenüber einem Gewinn im Vorjahreszeitraum verzeichnete die zur britischen Vodafone-Gruppe gehörende Telefongesellschaft nach Steuern einen Verlust von 452 Millionen Euro. Der Rückgang sei Folge der höheren Finanzierungskosten aus Firmenzukäufen gewesen, teilte Mannesmann am Donnerstag mit. Außerdem seien weder Erlöse aus dem Verkauf der Industriesparte Atecs und der Luxusuhren noch deren letzte Ergebnisse in dem Betrag enthalten. Mannesmann ist jetzt nur noch in der Telekommunikation aktiv.

Insgesamt zeigten sich aber auch die positiven Folgen der Übernahmen und des Booms im Mobilfunk: So kletterte der Umsatz des Unternehmens um 138 Prozent auf 6,8 Milliarden Euro. Fast 100 Prozentpunkte seien auf die erstmalige Einbeziehung der italienischen Gesellschaften Omnitel und Infostrada zurückzuführen, die Mannesmann 1999 noch vor der Übernahme durch Vodafone erworben hatte. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen lag mit 1,8 Milliarden Euro um vier Prozent über dem Vorjahreswert.

Auch der Mobilfunk mit D2 konnte die Geschäfte von Mannesmann kräftig ankurbeln. In den ersten sechs Monaten erhöhte sich die Kundenzahl um 4,3 Millionen. Ende Juni telefonierten 13,8 Millionen Teilnehmer im D2-Netz. Entsprechend erhöhte sich der Umsatz in der Sparte um 41 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro. Die Tochtergesellschaft Arcor, die im Festnetz tätig ist, habe ihre Position unter den neuen Anbietern ausgebaut, hieß es weiter.

Das anhaltende Wachstum in der Telekommunikation und besonders im Mobilfunk führte im ersten Halbjahr 2000 auch zu einem kräftigen Stellenaufbau. Mit insgesamt 30.800 Menschen beschäftigte das Unternehmen rund zwei Drittel mehr als ein Jahr zuvor. Ein großer Teil des Zuwachses sei auf Zukäufe zurückzuführen.