Mannesmann-Vodafone: Kampagnen kosten 1,9 Milliarden Mark - DER SPIEGEL
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Mannesmann-Vodafone Kampagnen kosten 1,9 Milliarden Mark

Es ist mit Abstand der teuerste Werbefeldzug, der jemals um eine Firmenübernahme betrieben wurde. Die Schlacht um Mannesmann durch Vodafone AirTouch wird die beiden Unternehmen rund 1,9 Milliarden Mark kosten, erklärte Vodafone-Chef Chris Gent.
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München - Gigantische Anzeigenkampagnen sogar in kleinen Regionalzeitungen, regelmäßige Roadshows, um die Großaktionäre und Analysten zu überzeugen - der Wettlauf um die Zustimmung der Aktionäre hat die Kontrahenten immense Summen gekostet. Allein der britische Mobilfunkkonzern Vodafone rechnet mit umgerechnet knapp 1,3 Milliarden Mark, sagte Gent der "Börse Online". Das sei doppelt so viel wie Mannesmann aufwenden müsse. Zusätzlich habe Vodafone in seine Werbekampagne bis zu 47 Millionen Mark investiert.

Angst vor einem "Weißen Ritter", einem Unternehmen, dass Mannesmann Beistand gegen Vodafones Übernahmeversuch leiste, habe er nicht, sagte Gent. Mannesmann wolle mit Gerüchten die Übernahme aufhalten, "so dass die Aktionäre immer noch mit einer Zugabe zu unserem Angebot rechnen". Doch Mannesmann-Chef Klaus Esser habe ihm gegenüber gesagt, wenn er nicht selbstständig sein könne, dann sei Gent selbst sein bester Weißer Ritter.

Esser soll seine Kooperationsbereitschaft zugesagt haben, falls Vodafone bis zur Deadline 7. Februar mehr als 50 Prozent der Mannesmann-Aktien angeboten werden sollten, meldet die "Welt" unter Berufung auf den Gent-Vertrauten Clarke Richards. Im Gegenzug habe Gent dem Mannesmann-Vorstand Führungspositionen in einem fusionierten Konzern angeboten. Mannesmann-Sprecher Manfred Söhnlein dementierte den Bericht.

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