Mannesmann: Vodafone verkauft Tafelsilber - DER SPIEGEL
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Mannesmann Vodafone verkauft Tafelsilber

Mit dem Verkauf der Luxusuhren-Sparte hat Vodafone die Zerschlagung des Mannesmann-Konzerns abgeschlossen. Insgesamt brachte der Verkauf der Mannesmann-Töchter weit mehr als 100 Milliarden Mark.
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Düsseldorf - Für umgerechnet 3,5 Milliarden Mark erwarb der Schweizer Tabak- und Luxusgüterkonzern Richemont die Luxusuhrengruppe LMH. Nach der Abgabe der Industriesparte Atecs an Siemens und Bosch sowie des Röhrengeschäfts an die Salzgitter-Gruppe verbleibt nur die Telekommunikation bei Mannesmann. Der neue Eigentümer Vodafone AirTouch hat damit die Zerschlagung des traditionsreichen Düsseldorfer Konzerns abgeschlossen.

Mit dem Verkauf der Edeluhren-Grupppe fließen weitere Milliarden-Beträge in die Kassen des Vodafone-Konzerns. Die Gesamtsumme beläuft sich auf weit über 100 Milliarden Mark. Der größte Teil davon entfiel mit rund 85 Milliarden Mark auf den Verkauf von Orange an die France Télécom. Vodafone musste sich aus Wettbewerbsgründen von der Mannesmann-Tochter trennen. Die Industriesparte Atecs brachte Vodafone Erlöse von 18,7 Milliarden Mark.

Weitere Einnahmen verspricht sich Vodafone-Chef Gent vom Börsengang zwei weiterer Mannesmann-Töchter: der italienischen Festnetzgesellschaft Infostrada und von Mannesmann Arcor. Bis zu 49 Prozent von Infostrada sollen Ende dieses Jahres an die Börse kommen. Bei Arcor soll der Entschluss über den Börsengang in den kommenden Wochen fallen. Nur die Mobilfunktöchter von Mannesmann wie D2 oder Omnitel bleiben fest in der Hand von Vodafone.