Marktmacht: Missbrauchsverfahren gegen Post eingeleitet - DER SPIEGEL
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Marktmacht Missbrauchsverfahren gegen Post eingeleitet

Die Bundesnetzagentur hat einem Zeitungsbericht zufolge in Abstimmung mit dem Bundeskartellamt ein Missbrauchsverfahren gegen die Deutsche Post eingeleitet. Diese soll versucht haben, Wettbewerber mit Dumpingpreisen aus bestimmten Bereichen des Briefgeschäfts zu verdrängen.
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Frankfurt am Main - Wettbewerber hielten der Post vor, über Rahmenverträge mit verschiedenen Bundesländern die gleichen Leistungen wie die Konkurrenz zu Dumpingpreisen anzubieten und dabei ihre marktbeherrschende Stellung auszunutzen, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Die Post verspreche demnach Sonderkonditionen, wenn Briefsendungen von Landeseinrichtungen zu Massensendungen zusammengefasst und vorsortiert eingeliefert würden. Für diese Leistungen biete der Konzern die Dienste der eigenen Tochter DPIHS an. Dieses Angebot aus einer Hand behindere den Wettbewerb.

Die Einsammlung und Vorsortierung von Briefsendungen (Konsolidierung) war vor einem Jahr für den Wettbewerb freigegeben worden. Die Bundesnetzagentur habe jetzt in Absprache mit dem Bundeskartellamt ein Missbrauchsverfahren gegen die Post eingeleitet.

Die Post habe nun bis Mitte des Monats Zeit für eine offizielle Stellungnahme, heißt es in dem Bericht weiter. Mit einer endgültigen Entscheidung sei der Netzagentur zufolge innerhalb von zwei Monaten zu rechnen. Von der Agentur war kein Kommentar mehr zu erhalten, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet.

Ein Postsprecher wies die Vorwürfe zurück. "Der Konzern tritt nicht als Konsolidierer auf, sondern schließt Verträge mit einzelnen Großkunden ab", zitierte die "FAZ" einen Unternehmens-Sprecher. Für das Einsammeln und Vorsortieren der Briefe könnten die Kunden sowohl auf die Konzern-Tochter Deutsche Post In Haus Service GmbH als auch auf andere Unternehmen zurückgreifen.

ase/rtr