Markus Rohmann: Absage in lockerer Atmosphäre - DER SPIEGEL
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Markus Rohmann Absage in lockerer Atmosphäre

Porträt: "Ich hab's kommen sehen" Markus Rohmann wollte sich bei seinem letzten Bewerbungsgespräch nicht unter Wert verkaufen. Das war vor zwei Monaten, seither ist tote Hose.
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14. August 2002

Mein letztes Bewerbungsgespräch hatte ich vor zwei Monaten in einem italienischen Restaurant in Düsseldorf. Ich traf mich in lockerer Atmosphäre mit dem Vorstand eines Wertpapierhandelshauses in Düsseldorf, das ist so üblich unter Börsenhändlern. Es hat sich aber leider schnell gezeigt, dass wir nicht zusammenkommen würden. Er wollte mir nur ein Grundgehalt von 2000 Euro bieten. Das war mir bei einer üblichen Arbeitszeit von zwölf Stunden zu wenig.

Die Arbeitgeber wollen einen im Moment an der kurzen Leine halten: keine Garantien, aber viel Arbeit. Er bot mir auch nur Tantiemen an. Auf diesen Teil des Einkommens kann man sich momentan aber nicht verlassen, weil das keine prozentuale Beteiligung ist, sondern eine freiwillige Leistung des Arbeitgebers. Ein weiteres Problem sah ich darin, dass der Makler nur in Düsseldorf aufgestellt war. Da ist die Gefahr groß, in einem halben Jahr wieder auf der Straße zu stehen.

Er hat mir dann gesagt, dass er sich in zwei Wochen wieder melden würde. Da ist dann aber nichts draus geworden. Vielleicht haben wir auch nicht so ganz zueinander gepasst. Wahrscheinlich werde ich mit dem Studium anfangen, weil im Moment einfach keine Angebote reinkommen. Woher auch.