Marode Landesbanken: BayernLB droht drastischer Stellenabbau - DER SPIEGEL
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Marode Landesbanken BayernLB droht drastischer Stellenabbau

Jeder zehnte Arbeitsplatz ist gefährdet: Nach einem Zeitungsbericht steht der Bayerischen Landesbank eine harte Sanierung bevor. Die Geschäfte des Instituts sollen drastisch beschnitten werden.
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München - Die Mitarbeiter der BayernLB müssen bangen: Bei der angeschlagenen Landesbank könnte es nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" zu einem erheblichen Stellenabbau kommen. Dem Blatt zufolge sollen die Geschäfte der BayernLB drastisch beschnitten werden, um das Institut zu sanieren. "Ein Stellenabbau von zehn Prozent dürfte dabei nicht ausreichen", erfuhr die Zeitung aus Kreisen der Arbeitnehmervertreter. Die BayernLB der Zukunft werde "um einiges kleiner sein als heute". Die Bank hat zurzeit weltweit 19.000 Mitarbeiter, etwa 3500 davon arbeiten in der Münchner Zentrale.

BayernLB: 3500 Mitarbeiter arbeiten in der Münchner Zentrale

BayernLB: 3500 Mitarbeiter arbeiten in der Münchner Zentrale

Foto: DDP

Die Bank selbst gab zu dem Bericht keine Stellungnahme ab, konkrete Angaben zu einem möglichen Stellenabbau seien derzeit nicht möglich. "Dazu können wir im Moment noch nichts sagen", meinte ein Unternehmenssprecher. Er verwies darauf, dass die Landesbank an einem Sparkonzept über 400 Millionen Euro arbeite. Bereits im Oktober war bekanntgeworden, dass es im Rahmen dieses Sanierungskonzepts wohl zu einem Verlust von Jobs kommen wird.

Auch ein nicht genannter bayerischer Minister spricht laut der Zeitung von "tiefen Einschnitten". Zudem zeichneten sich inzwischen auch personelle Konsequenzen ab. Der stellvertretende Vorstandschef Rudolf Hanisch soll zum Jahresende vorzeitig ausscheiden, heißt es in dem Bericht.

Das war nach Angaben der "Süddeutschen" bereits vor einem Monat zwischen der damaligen CSU-Regierung und den Sparkassen, denen die BayernLB zusammen mit dem Freistaat je zur Hälfte gehört, vereinbart worden. In CSU-Kreisen werde berichtet, Hanisch werde für hohe Verluste der Bank bei Kreditengagements in Island verantwortlich gemacht. Dort soll die BayernLB 700 bis 800 Millionen Euro verloren haben.

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cvk/dpa-AFX