Maroder Handelskonzern: Quelle kann weiterarbeiten - DER SPIEGEL
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Maroder Handelskonzern Quelle kann weiterarbeiten

Die Rettung kam in letzter Minute: Der Quelle-Konzern bekommt jetzt doch überlebenswichtige Bürgschaften. Damit kann auch der Winterkatalog gedruckt werden.
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Köln - Aufatmen in Fürth: Das insolvente Versandhaus Quelle kann zunächst weiterarbeiten. Ein Bankenkonsortium habe nötige Zwischenkredite grundsätzlich zugesagt, teilte der vorläufige Insolvenzverwalter der Quelle-Mutter Arcandor am Freitag in Köln mit.

Quelle-Konzern: Großer Termindruck

Quelle-Konzern: Großer Termindruck

Foto: Eckehard Schulz/ AP

Anwalt Klaus Hubert Görg hatte zuvor um eine Bürgschaft über 50 Millionen Euro für Quelle gerungen. Das Geld war dringend für den Druck des Quelle-Winterkatalogs benötigt worden. Ohne das Verkaufsheft brechen dem Versandhandelskonzern überlebenswichtige Umsätze weg. Der Druckauftrag sei inzwischen erteilt worden, sagte Görg.

Die kurzfristige Hilfe hat Quelle vor allem der bayerischen Landesregierung zu verdanken. Der Freistaat hatte bereits am späten Donnerstagabend eine Beteiligung an der Bürgschaft zugesagt. An der Bürgschaft soll sich laut Görg nun auch der Bund beteiligen.

Die Ausfertigung der juristischen Dokumente werde jedoch erst im Laufe der nächsten Tage möglich sein, hieß es am Freitag. Wegen des ganz ungewöhnlich hohen Termindrucks habe er die Papierlieferanten, Druckereien und Binder gebeten, das Restrisiko zu tragen. Dabei habe er ausschließlich Zusagen bekommen.

Der Insolvenzverwalter hofft nun, dass der Quelle-Katalog mit einer kleinen zeitlichen Verzögerung fertiggestellt und ausgeliefert werden kann.

yes/AP/dpa

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