Massenklage: Ron Sommer sagt im Telekom-Prozess aus - DER SPIEGEL
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Massenklage Ron Sommer sagt im Telekom-Prozess aus

Er ist der prominenteste Zeuge im ersten Massenprozess gegen die Deutsche Telekom - und der umstrittenste. Der frühere Vorstandschef Ron Sommer muss heute erklären, wie der Telefonriese den Wert seiner Immobilien berechnete - und wie die anschließende Korrektur zustande kam.
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Frankfurt am Main - Sommer ist der erste prominente Zeuge, der Rede und Antwort stehen muss. Ob das Oberlandesgericht die Telekom wegen falscher Angaben im Börsenprospekt zu Schadenersatz verurteilt, wird nicht zuletzt davon abhängen, ob der Ex-Telekomchef eine plausible Erklärung für die Bewertung der Immobilienwerte findet.

17.000 Aktionäre haben geklagt. Nach ihrer Ansicht hatte das Unternehmen seine Immobilien in dem Börsenprospekt viel zu hoch angegeben und den Wert wenige Monate später offiziell nach unten korrigiert. Auch entscheidende Informationen über die geplante Übernahme des US-Unternehmens Voicestream sollen die Bonner zurückgehalten haben. Die Telekom weist die Vorwürfe zurück und lehnte zum Auftakt des Prozesses vor einer Woche ,mit Hinweis auf die nicht-klagenden Aktionäre, einen Vergleich ab.

Sommer war zur Zeit des dritten Börsengangs im Juni 2000 Telekom-Chef. Damals kostete die Aktie 66,50 Euro beziehungsweise 63,50 Euro für Frühzeichner. Das Wertpapier hatte damals seine beste Zeit schon hinter sich. Nach dem Höchststand von 103,50 Euro am 6. März 2000 ging es stetig bergab, bis auf 8,14 Euro im Juni 2002. Seitdem kam die Aktie nicht mehr über 20 Euro hinaus. Nach Sommer soll am 29. April auch dessen Nachfolger an der Telekom-Spitze, Kai-Uwe Ricke, vernommen werden.

mik/AP

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