Massiver Gewinneinbruch: Yahoo will 1000 Stellen streichen - DER SPIEGEL
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Massiver Gewinneinbruch Yahoo will 1000 Stellen streichen

Düsterer Ausblick für den US-Internet-Konzern Yahoo: Nach einem erneuten Gewinneinbruch rechnet Firmenchef Yang auch für das laufende Jahr mit Problemen. Die Aktie stürzte daraufhin ab, jetzt sollen 1000 Stellen wegfallen.
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Sunnyvale - Yahoo will in der nächsten Zeit rund 1000 Stellen streichen. Das sind sieben Prozent der bislang 14.300 Beschäftigten, wie das Online-Unternehmen heute Nacht mitteilte. Grund ist der massive Gewinneinbruch im vierten Quartal 2007. Auch im laufenden Jahr sei Yahoo weiter deutlichem Gegenwind ausgesetzt, warnte Konzernchef Jerry Yang. Yahoo kämpft bei der Internetsuche und im Anzeigengeschäft mit der Übermacht des Konkurrenten Google.

Der Stellenabbau werde gezielt und nicht einfach quer durch alle Bereiche erfolgen, kündigte Yang an. Auch die Aktivitäten in Europa stünden auf dem Prüfstand. Hier läuft das Geschäft deutlich schlechter als in anderen Regionen.

Im letzten Quartal 2007 verdiente Yahoo   206 Millionen Dollar - fast ein Viertel weniger als noch vor einem Jahr.
Der Umsatz stieg dagegen um knapp acht Prozent auf 1,8 Milliarden Dollar.

Yang kündigte "schwierige, aber notwendige Entscheidungen" an, um das Unternehmen umzubauen. Bei seiner Rückkehr an die Konzernspitze im vergangenen Sommer hatte er durchgreifende Veränderungen binnen 100 Tagen angekündigt. Diese stehen Kritikern zufolge noch aus.

Yahoo schnitt mit seinen Quartalszahlen zwar besser ab als von Analysten erwartet. Der warnende Ausblick jedoch enttäuschte die Experten. Die Aktie verlor im nachbörslichen Handel 9,12 Prozent auf 18,90 US-Dollar. In den vergangenen zwölf Monaten büßte die Yahoo-Aktie mehr als ein Viertel ihres Werts ein.

Bei der Internet-Suche fällt Yahoo immer weiter hinter den Hauptrivalen Google zurück. Google will an diesem Donnerstag seine Zahlen präsentieren.

kai/wal/dpa/Reuters/AP

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