Medien ProSiebenSat1 trotzt der Werbeflaute
München - ProSiebenSat1 teilte am Mittwoch in München mit, der operative Gewinn (Ebitda) habe von Juli bis September im Vergleich zum Vorjahr um 15 Prozent auf 21,7 Millionen Euro zugenommen. Das Ergebnis des dritten Quartals lag dennoch leicht unter den durchschnittlichen Erwartungen der Analysten, die mit 22,5 Millionen Euro gerechnet hatten.
Für die ersten neun Monate wies ProSiebenSat1 ein Ebitda von 209,1 Millionen Euro aus nach 83,6 Millionen Euro im Vorjahr. Unter dem Strich verblieb ein Überschuss von 75,3 Millionen Euro, nachdem 2003 noch ein Verlust von 1,9 Millionen Euro angefallen war. Nach einem stagnierenden Umsatz in den vergangenen drei Monaten verbuchte ProSiebenSat1 für die ersten drei Quartale insgesamt ein Umsatzplus von vier Prozent.
Werbung wächst nur noch schwach
Vorstandschef Guillaume de Posch erklärte, der Konzern habe sich trotz der bei öffentlich-rechtlichen Sendern übertragenen Sport-Großereignisse und der nachlassenden Konjunktur überdurchschnittlich gut behauptet.
An der zuletzt geäußerten vorsichtigeren Prognose für den deutschen TV-Werbemarkt, der nach Einschätzung des Unternehmens netto nur noch um bis zu zwei Prozent wachsen dürfte, hält de Posch fest. Es gebe bisher keine Anzeichen dafür, dass sich die Stimmung unter den Verbrauchern in Deutschland verbessere. Daher ließen sich Vorhersagen für den TV-Werbemarkt nur schwer treffen, hieß es.
Ursprünglich war ProSiebenSat1 von einem Wachstum des TV-Werbemarkts um zwei Prozent ausgegangen, spricht jetzt aber nur noch von einer Rate zwischen null und zwei Prozent. Mit Blick auf das Gesamtjahr erklärte das Unternehmen dennoch, die Gewinnerwartungen würden beibehalten, selbst wenn die Umsätze im zweiten Halbjahr insgesamt wie bereits im dritten Quartal nicht wachsen sollten.