Medienaktien: Wettlauf beim Sparen - DER SPIEGEL
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Medienaktien Wettlauf beim Sparen

Die Aktienkurse vieler Medienkonzerne sind wieder unter den Tiefstand vom vergangenen September abgestürzt. Denn die Hoffnungen auf eine rasche Erholung der Weltkonjunktur und damit auch des Anzeigenmarktes haben sich zerschlagen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Der Anzeigenmarkt aber ist für einen Großteil des Gewinns von Unternehmen wie Pearson oder AOL Time Warner verantwortlich. Erst 2003 wird nun mit einem deutlichen Anziehen der Werbekonjunktur gerechnet.

Deshalb liefern sich die Konzerne zurzeit einen Wettlauf bei den Sparmaßnahmen. Den britischen Informationsdienstleister Reuters verließen im vergangenen Jahr 1000 Mitarbeiter, 2002 sollen noch einmal 185 Millionen Pfund eingespart werden.

Die Briten sind besonders davon abhängig, dass ihre besten Kunden in den Banken wieder bessere Geschäfte machen. Das würde auch die Computerbörse Instinet begünstigen, bei der Reuters Mehrheitseigentümer ist. Pearson war vor kurzem durch die Flaute gezwungen, seine RTL-Anteile zu einem relativ niedrigen Preis von 1,5 Milliarden Euro an Bertelsmann zu verkaufen.

Noch immer drücken Schulden von 2,5 Milliarden Euro, die durch teure Käufe im Bildungssektor entstanden waren. Der Verlustbringer "Financial Times Deutschland", den Pearson zusammen mit Gruner + Jahr herausbringt, ist da nur das kleinere Problem.