Medienkonzerne: Seagram bleibt auf Flaschen sitzen - DER SPIEGEL
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Medienkonzerne Seagram bleibt auf Flaschen sitzen

Edgar Bronfman, Chef des kanadischen Unterhaltungs- und Spirituosenkonzerns findet keinen Käufer für sein Unternehmen. Alle Interessenten schrecken vor den harten Drinks zurück.
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New York - Kern des Interesses ist die Mediensparte von Seagram. Der kanadische Konzern hatte die MCA Inc., die Mutterfirma des Hollywood-Unternehmens Universal Studios für 5,6 Milliarden Dollar gekauft sowie die Musikfirma Polygram NV für 10,4 Milliarden Dollar. Damit war im Unterhaltungsbereich ein zweites Standbein geschaffen.

Der französische Mischkonzern Vivendi, die amerikanischen Konzerne News Corp., Walt Disney und auch Bertelsmann hatten sich daraufhin für einer Übernahme von Seagram Entertainment interessiert. Seagram-Chef Bronfman wollte jedoch auch seine Getränkesparte verkaufen, weshalb alle Kaufinteressenten zurückhaltend blieben. Nach Informationen des "Wall Street Journal" ist die Suche nach einem Käufer nun festgefahren.

Edgar Bronfman, der Seagram-Chef, hatte die Gespräche mit den anderen Firmen begonnen, nachdem er angesichts des geplanten Kaufs von Time Warner durch America Online zu dem Schluss gekommen war, Seagram sei zu klein, um konkurrieren zu können. Dem Konzern fehlten insbesondere die Vertriebswege wie Kabelfernsehen, Fernsehen, Satellitennetze oder eine eigene Internet-Plattform.