Medienmagnat: Reichster Mann Australiens gestorben - DER SPIEGEL
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Medienmagnat Reichster Mann Australiens gestorben

Er hat sein Geld mit Zeitungen und dem Fernsehen gemacht, aber auch im Sportgeschäft mischte er mit: Der Medienzar Kerry Packer galt als reichster Mann in Australien. Nun ist er nach einer Serie von Krankheiten in Sydney gestorben.
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Sydney - Der 68-Jährige sei am späten Montagabend im Kreise seiner Familie in seinem Haus in Sydney verstorben, berichtete sein Fernsehsender Channel Nine. Angaben zur Todesursache machte die TV-Station nicht. Packer hatte die Leitung seines Medienunternehmens Publishing and Broadcasting Limited (PBL) 1998 seinem Sohn James übertragen. Ihm gehörten rund 30 Prozent an dem Unternehmen.

"Er war ein großer Australier", sagte Premierminister John Howard in einer ersten Würdigung. Auch Rivale Rupert Murdoch äußerte sich anerkennend: "Er war der erfolgreichste Geschäftsmann unserer Generation", ließ er mitteilen.

Packer Senior galt als der reichste Mann Australiens. Sein Vermögen wurde in diesem Jahr von der Zeitschrift "Business Review Weekly" auf 5,2 Milliarden US-Dollar geschätzt. Er kontrollierte über PBL unter anderem den beliebtesten Fernsehsender Australiens und eine Reihe Zeitschriften. Außerdem gehörte Packers Unternehmen ein großes Casino in Melbourne. Packer engagierte sich seit Jahrzehnten im Cricket und im Polospiel.

"Es gibt keinen Himmel"

Mit 1,90 Meter Größe gehörte Packer zu den bekanntesten, sichtbarsten Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in Australien. In den achtziger Jahren überstand er eine Krebserkrankung, 2000 unterzog er sich einer Nierentransplantation.

Im Jahr 1990 hatte er nach einem Polo-Spiel in Sydney einen Herzinfarkt erlitten und war danach acht Minuten lang klinisch tot - er wurde durch Elektroschocks wieder belebt. "Die gute Nachricht ist, dass es keinen Teufel gibt", sagte er danach. "Die schlechte ist, dass es keinen Himmel gibt. Es gibt gar nichts."