Medikamenten-Skandal: Bayer muss mehrere tausend Leute entlassen - DER SPIEGEL
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Medikamenten-Skandal Bayer muss mehrere tausend Leute entlassen

Das "Lipobay-Desaster" zwingt den Bayer-Konzern zu drastischen Sparmaßnahmen. Wahrscheinlich verlieren mehrere tausend Bayer-Mitarbeiter den Job.
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München -Der Chef des Bayer-Konzerns  , Manfred Schneider, begründete gegenüber der "Süddeutschen Zeitung" die Maßnahmen damit, die Einnahmeausfälle durch den Verkaufsstopp für den Cholesterin-Senker Lipobay ließen "sich nicht kurzfristig kompensieren". Im laufenden Kostensenkungsprogramm sei der Abbau mehrerer tausend Stellen vorgesehen. Für genaue Zahlen sei es aber noch zu früh.

An der Vier-Säulen-Struktur des Pharma- und Chemiekonzerns will Schneider festhalten. Wie er in dem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" sagte, wird die künftige Ausrichtung der Pharmasparte allerdings überdacht.

Bayer hatte am Donnerstag die Streichung von zunächst 1800 Stellen und die Schließung von 15 Produktionsstandorten angekündigt. Lipobay - in anderen Ländern als Baycol vertrieben - war bislang drittgrößter Umsatzbringer in der Medikamentensparte des Leverkusener Konzerns. Bayer hatte das Produkt vom Markt genommen, nachdem dieses mit zahlreichen Todesfällen in Verbindung gebracht worden war.