Medizinerstreik: Ärzte drohen mit Arbeitskampf - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Medizinerstreik Ärzte drohen mit Arbeitskampf

Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund hat die Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder für gescheitert erklärt. Nun kommt es zur Urabstimmung über unbefristete Ärzte-Streiks.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Berlin - Am kommenden Montag und Dienstag entscheiden die Mediziner in Uni-Kliniken und Landeskrankenhäusern über einen Ausstand. Die im Oktober 2005 aufgenommenen Tarifverhandlungen seien wegen "dogmatischer Unflexibilität" der Arbeitgeber in eine Sackgasse geraten, teilte der Marburger Bund heute in Berlin mit.

"Die Arbeitgeber spielen mit dem Feuer, wenn sie glauben, die Forderung der Universitätsärzte nach einem arztspezifischen Tarifvertrag nicht ernst nehmen zu müssen", warnte der Vorsitzende des Marburger Bundes, Frank Ulrich Montgomery. Es könne nicht sein, dass die Ärztegewerkschaft an die Grenzen der Verhandlungsposition gehe, während bei den Arbeitgebern kein Entgegenkommen zu erkennen sei.

Die Streikbereitschaft der 22.000 Universitätsärzte sei extrem hoch, erklärte Montgomery. Zuletzt hatten am 1. März rund 7500 Ärzte von Unikliniken und Landeskrankenhäusern bundesweit für mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen protestiert. Der Marburger Bund fordert unter anderem die vollständige Bezahlung von Überstunden und akzeptable Arbeitszeiten.

suc/ddp