Megafusion Time Warner will angeblich Mehrheit bei EMI
London - Wie der englische "Sunday Telegraph" berichtet, seien die EMI-Direktoren das Wochenende über mit Spitzenvertretern von Warner Music über die Einzelheiten im Gespräch. Geplant sei, den Zusammenschluss noch an diesem Wochenende zu besiegeln, damit er am Montag an der Börse bekannt gegeben werden könne. Der Konzern hätte dann ein Umsatzvolumen von umgerechnet rund 16 Milliarden Mark im Jahr.
EMI hat unter anderem die Popgruppen "Spice Girls", die "Rolling Stones" und Robbie Williams unter Vertrag. Warner Music zählt unter anderem die Pop-Größen Cher, Eric Clapton, Phil Collins, Madonna und die Gruppe "Fleetwood Mac" zu ihren Zugpferden.
Erst kürzlich hatten sich das US-Unternehmen America Online (AOL) und Time Warner zusammengeschlossen. Das Geschäft mit EMI würde dem Unternehmen deshalb zugleich die Internet-Schiene öffnen. Nach dem Bericht des "Sunday Telegraph" geht es bei der Vereinbarung zwischen Time Warner und EMI um ein Geschäft mit einem Volumen von zwölf Milliarden Pfund (etwa 38 Milliarden Mark).
Ein EMI-Sprecher lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab. Sprecher von Time Warner standen zum Kommentar zunächst nicht zur Verfügung. Laut Zeitungsbericht entstünde durch das Firmen-Merger die Chance zu Kosteneinsparungen von umgerechnet über 1,6 Milliarden Mark jährlich.