Mehr Ramschprodukte: "In vielen Fällen droht ein Stromschlag" - DER SPIEGEL
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Mehr Ramschprodukte "In vielen Fällen droht ein Stromschlag"

Die Zahl gefährlicher Waren auf europäischen Märkten hat sich im vergangenen Jahr fast verdoppelt. Ein Großteil stammt der EU zufolge aus der Volksrepublik China.
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Brüssel - Kontrolleure der 25 Mitgliedstaaten haben im vergangenen Jahr nach EU-Angaben mehr als 700 Produkte gefunden und gemeldet, die eine mögliche Gefahr für die Verbraucher bargen. Im Jahr zuvor hatte es nur 388 solche Warnungen gegeben, sagte ein Kommissionssprecher heute in Brüssel. Lebensmittel werden dabei nicht erfasst.

Ein Viertel der Meldungen betreffe Spielzeug. Elektrische Geräte gehören ebenfalls zu den oft genannten Gefahrenquellen. "In vielen Fällen droht dem Benutzer ein Stromschlag", sagte der Sprecher. Fast jedes dritte beanstandete Produkt werde vor allem deshalb aus dem Verkehr gezogen, fügte er hinzu.

Vor allem Waren aus chinesischer Produktion stellen nach EU-Angabe eine Gefahr für die Benutzer dar. Mehr als die Hälfte der 700 gemeldeten Artikel wurde außerhalb der EU hergestellt, der Großteil in der Volksrepublik. Im Jahr 2004 hatten die Kontrolleure noch 147 Produkte aus China und Hongkong bemängelt. 2005 wurden mit 346 chinesischen Importwaren mehr als doppelt so viele aus dem Verkehr gezogen.

Den Anstieg der Meldungen führt der Kommissionssprecher vor allem auf verbesserte Kontrollen zurück. Die meisten Angaben kamen aus Ungarn (122), gefolgt von Deutschland (106) und Griechenland (46) sowie Großbritannien (43).

suc/dpa