Mehrheit steht - DER SPIEGEL
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MOBILCOM Mehrheit steht

• aus DER SPIEGEL 4/2003
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An den Mehrheitsverhältnissen in der MobilCom-Hauptversammlung am kommenden Montag wird sich voraussichtlich nichts ändern - obwohl MobilCom-Gründer Gerhard Schmid seinen Treuhandvertrag mit Ex-RTL-Chef Helmut Thoma in einer Art Verzweiflungsakt gekündigt und auf den Hamburger Wirtschaftsprüfer Otto Gellert übertragen hat. Der wegen umstrittener Aktiengeschäfte unter Untreueverdacht stehende Schmid hatte sich gegen Thoma entschieden, weil der Medienmanager angeblich zu wenig gegen die Zerschlagung der Telekommunikationsfirma getan habe. Er gehe davon aus, verkündete der MobilCom-Gründer vergangene Woche, dass Gellert auf der Hauptversammlung die mit Schmids Aktien verbundenen Stimmrechte ausüben werde. Was der Selfmade-Manager nicht sagte: Wegen Schulden in Höhe von rund 300 Millionen Euro ist ein Großteil seines Aktienpakets bei diversen Banken verpfändet. Diese aber weigern sich, die Stimmrechte an jemand anderen als Thoma zu übertragen. Zusammen mit dem Aktienpaket des ehemaligen MobilCom-Partners France Telecom dürfte die Fraktion um den designierten Aufsichtsratsvorsitzenden Dieter Vogel, Helmut Thoma und MobilCom-Chef Thorsten Grenz somit über eine ausreichende Mehrheit bei der Hauptversammlung verfügen und ihren Sanierungskurs durchsetzen. Dauerquerulant Schmid will sich damit nicht abfinden: Zurzeit lässt er von Juristen prüfen, ob die Haltung der Banken rechtmäßig ist.

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