Met@box: Kurssprünge am laufenden Band - DER SPIEGEL
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Met@box Kurssprünge am laufenden Band

Met@box, der Börsenliebling des vergangenen Halbjahrs, klettert von Allzeithoch zu Allzeithoch. Das Unternehmen kann immer neue Großaufträge melden.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Frankfurt am Main - Die Kursrallye des Hildesheimer Unternehmens hatte am Donnerstag ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht. An nur einem Tag stieg das Papier um 42,3 Prozent. Auch am Freitag verzeichnete die Aktien bis zum Mittag nochmals ein Plus von gut 11 Prozent und notiert aktuell bei 209 Euro.

Die Met@box-Aktie war am 7. Juli 1999 zu einem Emissionspreis von 45 Euro ausgegeben worden. Damit erzielte das Papier in einem Jahr eine Wertsteigerung um 360 Prozent. Zunächst sah es für das Papier gar nicht so gut aus: Die Aktie hatte zum Jahreswechsel noch unter ihrem Ausgabekurs notiert. Erst im April diesen Jahres startete Met@box durch.

Die Met@box AG bezeichnet sich als erste deutsche Firma, die privaten Haushalten und Unternehmen einen schnellen und kostengünstigen Internetzugang über Fernsehkabel und -Satellit ohne herkömmlichen PC (WebTV) ermöglicht hat. Kernkompetenz der Gesellschaft ist die Entwicklung der für die gesamten Anwendungen erforderlichen Technologien. Ziel des Unternehmens ist es, Marktführer im deutschen WebTV-Markt zu werden.

Für Carsten Jansing, Analyst bei Hornblower Fischer, sind es vor allem die jüngsten Meldungen über Großaufträge, die den Kursanstieg begründen. Am Donnerstag hatte Met@box mitgeteilt, mit der französischen Worldsat einen Rahmenvertrag über die Lieferung von 500.000 Boxen abgeschlossen zu haben. In den vergangenen Wochen wurden bereits zwei internationale Großaufträge unter Dach und Fach gebracht, darunter mit der skandinavischen Investorengruppe Inter-Nordic über 1,8 Millionen Boxen. Nach der Einschätzung von Jansing handelt es sich insgesamt um längerfristige Aufträge, die das Unternehmenswachstum auf die nächsten Jahre absichern. Zudem belegen die neuen Aufträge, dass sich die Technologie von Metabox am Markt durchsetze. Dies machte eine Neubewertung der Aktien notwendig, erklärte Jansing.