Met@box Staatsanwaltschaft durchsucht Wohnungen
Hildesheim - Wie die Staatsanwaltschaft Hannover mitteilte, wurden acht Objekte in Niedersachsen und Hessen durchsucht, neben dem Geschäftssitz der AG auch sieben Haupt- und Nebenwohungen der involvierten Vorstandsmitglieder. Das Ermittlungsverfahren ist seit Mitte Februar anhängig.
Es wurden mehrere Umzugkartons mit Beweismitteln sichergestellt. Staatsanwalt Manfred Knothe bestätigte gegenüber dem SPIEGEL, bei der Prüfung gehe es auch darum, ob bei den Kapitalerhöhungen seit April 2000 alles mit rechten Dingen zugegangen sei.
Nähere Erkenntnisse erhoffen sich die Ermittler nun von der Auswertung der Kartons. Dabei geht es auch um Leihgeschäfte, bei denen Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der eigenen Firma Met@box Aktien zum Weiterverkauf an Investoren übelassen haben. Dafür bekamen die Altaktionäre später - ohne Zins - bei Kapitalerhöhungen wieder Aktien zum früheren Preis zugesprochen.
Der Verdacht des Insiderhandels richtet sich gegen ein Vorstandsmitglied, das nach bisherigen Indizien im Juni Aktien gekauft habe - kurz bevor ein "Letter of Intent" über die Bestellung von 1,8 Millionen Boxen veröffentlicht wurde. Im September, auch darauf deuten die Indizien, habe der Met@box-Manager die Aktien vor einer Gewinnwarnung wieder verkauft. Met@box bestreitet, das Vorstandsmitglieder und Aufsichtsräte eigene Aktien verkauft haben.
Auf die Hausdurchsuchung reagierte Vorstandschef Stefan Domeyer scheinbar gelassen: "Es liegen alle Fakten auf dem Tisch und wir haben nichts zu verbergen".