Metabox: Aktionäre rügen Staatsanwalt - DER SPIEGEL
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Metabox Aktionäre rügen Staatsanwalt

Die Aktionäre des Skandal-Unternehmens Metabox bangen um den letzten Restwert ihrer Junk-Papiere. Darum nehmen sie jetzt die Metabox-Vorstände gegen Angriffe der Staatsanwaltschaft in Schutz.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hannover/Freiburg - Die Aktionärsgemeinschaft Metabox   warf dem Sprecher der Staatsanwaltschaft Hannover, Manfred Knothe, unqualifizierte und "tendenziöse Meinungsäußerungen" vor. Es werde nun eine Dienstaufsichtsbeschwerde geprüft, teilte Sprecher Hans-Georg Kauffeld am Montag in Freiburg mit.

Gegen Mitarbeiter des am Neuen Markt notierten Unternehmens aus Hildesheim wird unter anderem wegen des Verdachts auf Anlagebetrug und Kursmanipulation ermittelt. Knothe hatte unter anderem gesagt, er gehe nicht von einer sang- und klanglosen Einstellung des Verfahrens aus. Dies sei "grob unsachlich", erklärte Kauffeld.

Knothe hatte als Sprecher der Staatsanwaltschaft Hannover in der vergangenen Woche gesagt, dass er nicht mit einer Gesamteinstellung des Verfahrens gegen die Verantwortlichen von Metabox rechnet und sich im Zuge der Ermittlungen wegen des vermuteten Kapitalanlage- und Kursbetruges sowie des Insiderhandels der Verdacht eher erhärtet als entkräftet hat. Aus diesem Grund rechne er mit einer Anklage oder zumindest einem Strafbefehl. Auf die Vorwürfe reagierte Knothe gelassen. Er habe sich lediglich am Ermittlungsstand im Verfahren gegen Mitarbeiter orientiert, sagte er.

Bei dem am Neuen Markt notierten Unternehmen wurde vor kurzem ein Insolvenzverfahren beantragt. Metabox fertigt so genannte Settop-Boxen, die den Fernseher internetfähig machen sollen.