Metabox Chronik eines angekündigten Todes
Hildesheim - Die Geschichte von Metabox ist eine Geschichte voller Missverständnisse - wenn man der Argumentation des Vorstands folgt. Das Unternehmen, das am 22. März beim Hildesheimer Amtsgericht einen Insolvenz-Antrag stellte, sieht sich bis heute als "technologischer Marktführer". Tenor: Nicht unsere Produkte sind schlecht, sondern die Berichterstattung über das Unternehmen.
Zahlreiche Branchenexperten sehen das anders. Sie zeigen sich vor allem irritiert über die Hartnäckigkeit, mit der Metabox bis heute die Nennung der angeblichen Großkunden verweigert. Auch die Staatsanwaltschaft hat ihre Zweifel. Sie leitete ein Verfahren gegen Mitglieder des Vorstands ein und sichtet seit Wochen das Beweismaterial, das bei einer großangelegten Razzia in den Geschäftsräumen und in Privatwohnungen des Metabox-Managements sichergestellt worden war.
Seit Sommer letzten Jahres wurde bei Metabox ein Börsenvermögen von über 600 Millionen Euro vernichtet. Wie es dazu kommen konnte, lesen Sie hier.
Die Chronik eines angekündigten Todes
Teil 1: Wie alles anfing
Teil 2: Amstrad-Kauf, Schumacher-Affäre
Teil 3: Auftrags-Meldungen beflügeln die Aktie
Teil 4: Erste Zweifel an den Großaufträgen
Teil 5: Prognosen werden revidiert
Teil 6: SPIEGEL berichtet, Staatsanwalt ermittelt
Teil 7: Strafanzeigen, Entlassungen, Rücktritte
Teil 8: Der Bilanz-Krimi
Teil 9: Der Insolvenzverwalter übernimmt